Nächster Schritt Ford-Werk Saarlouis hat Betriebsvereinbarung zu Transfergesellschaft

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Nach monatelangen Verhandlungen hat sich der Betriebsrat des Ford-Werks in Saarlouis mit dem US-Autobauer auf eine Betriebsvereinbarung zu einer Transfergesellschaft geeinigt.

Die 1.700 Ford-Mitarbeiter aus Saarlouis, die in den nächsten Monaten ihren Job verlieren werden, können jetzt aufatmen. Fenn der Schritt in eine Transfergesellschaft ist geschafft, wie Ford der dpa sagte. Hier mehr zu den Details ...(Bild:  Ford)
Die 1.700 Ford-Mitarbeiter aus Saarlouis, die in den nächsten Monaten ihren Job verlieren werden, können jetzt aufatmen. Fenn der Schritt in eine Transfergesellschaft ist geschafft, wie Ford der dpa sagte. Hier mehr zu den Details ...
(Bild: Ford)

Sämtliche Regelungen zur Betriebsvereinbarung für eine Transfergesellschaft beim Ford-Werk Saarlouis sind bereits mit der Agentur für Arbeit und auch mit dem Transferträger – der 10k Transfer GmbH – abgestimmt, wie es heißt. Das Ziel sei es, die Mitarbeiter bei der Suche nach einer Beschäftigung in einem neuen Unternehmen zu unterstützen, oder den Übergang in eine Selbstständigkeit zu erleichtern. Dazu sieht das Konzept neben einer allgemeinen Beratung, Betreuung und einem Bewerbungstraining auch allgemeine und zielgerichtete Qualifizierungen vor. Auch die Suche nach Einsatzmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt gehöre dazu.

Der letzte Meilenstein des Sozialtarifvertrags ist erreicht

Vor zweieinhalb Jahren hatte Ford für 2025 das Aus der Focus-Produktion für Saarlouis bekanntgegeben. Nachdem die Investorensuche gescheitert war, hatten sich Betriebsrat, die Gewerkschaft IG Metall und der US-Autobauer im Februar auf Regelungen zur Zukunft der 3.750 Beschäftigten geeinigt. Die Vereinbarungen für Saarlouis beinhalten auch die Weiterbeschäftigung von 1.000 Mitarbeitern mit einem Kündigungsschutz bis Ende 2032 sowie Abfindungen und Prämien. Außerdem wird das ursprünglich für Mai 2025 geplante Ende der Produktion des Ford Focus auf Ende November 2025 verschoben. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur bezeichnete man die Vereinbarungen als einen der letzten Meilensteine in der Umsetzung des im Februar abgeschlossenen Sozialtarifvertrages. Insgesamt seien seit Januar 2023 mehr als 20 Betriebsvereinbarungen abgeschlossen worden. Alle deshalb, um den Arbeitsplatzabbau bei Ford in Saarlouis so gut es ging für die Belegschaft zu gestalten und den Fortbestand der verbleibenden 1.000 Arbeitsplätze zu sichern.

Ford setzt auf ein neues Teile- und Komponentenwerk

Wichtig sei den Ford-Entscheidern, dass es nach dem Ende der Pkw-Fertigung im November 2025 in Saarlouis weiter ein Ford-Werk (mit 1.000 Jobs) geben wird. Denn es entsteht ein neues Teile- und Komponentenwerk, das eines der größeren Betriebe im Saarland und eines der größten in Saarlouis sein wird. Das, was bleibt, ist sicher nicht genug in puncto Arbeitsplätze, es ist aber auch nicht nichts, wie der Betriebsrat anmerkt.

Das kommt auf die betroffenen 1.700 Ford-Mitarbeiter zu

Die Vereinbarung für die Transfergesellschaft (TG) helfe den betroffenen 1.700 Mitarbeitern, zunächst eine direkte Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Gleichzeitig könnten sie sich qualifizieren lassen und damit einen Neustart wagen. Die TG beginnt mit dem 1. Dezember 2025. Je nachdem, ob die Mitarbeiter jünger oder älter als 55 Jahre alt sind, gilt sie 18 beziehungsweise 24 Monate. Während der Dauer der Beschäftigung in der TG erhalten die Mitarbeiter laut Betriebsrat grundsätzlich 80 Prozent des Nettoentgelts. Darüber hinaus sieht die Betriebsvereinbarung Umzugskostenzuschüsse für Mitarbeiter vor, die sich für einen neuen Job ab 100 Kilometer entfernt entscheiden.

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