Warmumformung

Formhärten als Trendthema des automobilen Leichtbaus

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Erster kontinuierlicher Laserschneidprozess vom Coil möglich

Eine Neuentwicklung stellen Peter Wolter und Manuel Hunger von Schuler Automation in Heßdorf vor. Dabei geht es um eine flexible Laserschnittlinie als Alternativen zum klassischen Formplatinenschnitt. Mit dieser neuen Laserschnittlinie vereint Schuler bewährte Bandzuführtechnik mit innovativer Laserschneidtechnologie und schafft damit den ersten kontinuierlichen Laserschneidprozess vom Coil.

Die individuelle Programmierung mehrerer parallel arbeitender Laserköpfe sorgt dabei für ein Höchstmaß an Flexibilität und eröffnet mit bisher nicht erreichten Durchsatzraten neue Perspektiven für den „gesuchten Beschnitt“ von Platinen, der insbesondere beim Formhärten eine zunehmend wichtige Rolle spielt.

Auf einer Tagung zum Thema Presshärten (Warmumformung), die am 9. April am Schuler-Standort Waghäusel stattfindet, präsentieren zahlreiche Experten aus Industrie und Wissenschaft die jüngsten Entwicklungen und Erkenntnisse dazu.

Ergänzendes zum Thema
Formhärten (Warmumformung) von Karosserieteilen auf den Punkt gebracht

Formhärten ist ein Verfahren der Warmumformung von Blechen, das speziell im Automobilbau zur Anwendung kommt. In der Literatur wird dieses Produktionsverfahren auch als Presshärten bezeichnet. Beim Formhärten wird ein Blech auf eine Temperatur von zirka 950 °C erwärmt und während der Formgebung abgekühlt. Der Begriff leitet sich aus der Verfahrensweise ab, bei dem in einem Warmformwerkzeug (der Form) das herzustellende Bauteil gehärtet wird. Aufgrund der Zielsetzung möglichst ressourcenschonend, kostengünstig und umweltfreundlich zu produzieren fällt in den letzten Jahren dem Formhärten mehr und mehr Bedeutung zu. Der Vorteil dieses Verfahrens ist es, mit einem reduziertem Einsatz an Material, und somit verringertem Gewicht, die gleiche beziehungsweise sogar eine höhere Festigkeit von Formblechteilen zu erreichen, als dies mit konventionellen Umformtechniken zu erreichen wäre.

Referenten wie Dr. Michael Alsmann, Jörg Clobes und Tim Wicke von Volkswagen in Kassel werden das Thema „Leichtbau durch warmumgeformte Karosseriekomponenten – Herausforderungen in der Großserie“ behandeln und über ihre Erfahrungen berichten, Harald Lehmann von Schwartz Wärmebehandlungsanlagen nimmt die „Erwärmungskonzepte für das Formhärten“ unter die Lupe. Thomas Huinink, Jörn Moritz und Jens Schrödter vom Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen (IFUM) der Leibniz Universität Hannover stellen ihre Ergebnisse in der „Werkstoffcharakterisierung und Modellbildung“ vor. Zur Abrundung des Presshärtetages wird Torsten Schwab von Schuler Automation in Gemmingen über das Thema: „Schneller und sicher – Automatisierung für Formhärtelinie“ referieren.

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