Ei, wer hätte das gedacht!? Forscher decken Irrglauben über fallende Eier auf

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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MIT-Forscher haben viele Eier zerschlagen, um zu untersuchen, ob es die Hühnerprodukte besser vertragen, wenn sie aufrecht oder seitlich aufprallen ...

Die Welt atmet auf! Es galt seit Langem die These, dass Eier, wenn sie seitlich auf dem Boden aufprallen, eher zerbrechen, als wenn sie mit einem ihrer Enden aufschlagen. Es brauchte nun ein Team am MIT in Cambridge, um der Welt zu offenbaren, dass das reiner Irrglaube war ...(Bild:  K. Bender)
Die Welt atmet auf! Es galt seit Langem die These, dass Eier, wenn sie seitlich auf dem Boden aufprallen, eher zerbrechen, als wenn sie mit einem ihrer Enden aufschlagen. Es brauchte nun ein Team am MIT in Cambridge, um der Welt zu offenbaren, dass das reiner Irrglaube war ...
(Bild: K. Bender)

Wie bleibt ein rohes Ei ganz, wenn es herunterfällt? Um diese Frage zu beantworten, haben Forscher aus Cambridge zig Eier fallen lassen. Das klingt sehr merkwürdig, doch es gibt die sogenannte „Egg Drop Challenge“, wobei es sich um ein Experiment handelt, das in britischen Schulen durchgeführt wird. Die Aufgabe besteht darin, mithilfe von Alltagsutensilien wie Strohhalmen, Papier oder Bindfäden dem Ei eine Sicherheitskapsel zu bauen, mit der es aus unterschiedlicher Höhe auf dem Boden landen soll, ohne zu zerbrechen. Um die eierschonendste Aufprallsituation zu erfahren, wurden am MIT in Cambridge nicht weniger als 180 Eier zerdeppert.

Waagrecht aufprallende Eier halten mehr aus

Die Erkenntnis: Eier sind weniger zerbrechlich, wenn sie bei einem Fall waagerecht ausgerichtet sind statt senkrecht. Die Autoren haben damit die aus ihrer Sicht weit verbreitete Annahme widerlegt, dass Eier aufrecht fallend weniger bruchanfällig sind. Denn diese , nun als falsch entlarvte, Annahme finde sich sogar in Tutorials und Lehrmaterialien, heißt es in der Studie. Aus einer Höhe von acht Millimetern zerbrachen im Rahmen des US-Experiments nämlich über die Hälfte der Eier, die aufrecht fielen. Dabei spiele es keine Rolle, mit welchem Ende das Ei aufpralle. Bei den Eiern, die aus einer waagerechten Position heraus fallen gelassen wurden, zerbrachen dagegen unter 10 Prozent, wie das Experiment zeigte. Und auch bei etwas größeren Fallstrecken sei der Anteil der zerbrochenen Eier deutlich kleiner, wenn die Eier horizontal aufschlügen. Das MIT-Team führte mit einem speziellen Gerät auch Tests durch, um herauszufinden, bei wie viel Druck die Eier zerbrachen.

Eier sind in der Mitte zäh, aber nicht steif

Die Forscher erklären den nachgewiesenen Effekt damit, dass Eier in der Mitte flexibler sind und aus diesem Grund dort mehr Energie aufnehmen können, bevor sie brechen. Im Schnitt könnten Eier demnach beim waagerechten Fall rund 30 Prozent mehr Energie abfedern, heißt es. So sind sie nach Definition der Studie einfach zäher, was aber nicht mit Steifigkeit zu verwechseln ist. In dieser Verwechslung sieht das Team auch einen Grund für die gängige Fehlannahme, dass das Ei bei senkrechter Ausrichtung als stabiler angesehen wurde. Denn die physikalischen Eigenschaften Steifigkeit, Zähigkeit und Festigkeit würden oft verwechselt. So sind Eier auch tatsächlich steifer, wenn sie aufrecht zusammengedrückt werden, was aber nicht bedeutet, dass sie auch zäher sind und damit weniger zerbrechlich.

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