Gold wird wach! Forscher entdecken unvermutete Verbindung aus Gold und Wasserstoff

Quelle: Eurpean XFEL 1 min Lesedauer

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Unter extrem hohem Druck und Temperaturen bildete sich am European XFEL in Schenefeld bei Hamburg ein sogenanntes Goldhydrid ...

Gold bleibt in der Regel blank und glänzend, auch wenn rüdeste Bedingungen herrschen. Dass man das Edelmetall aber durchaus – wenn auch unter Aufwand – dazu bringen kann, mit anderen Elementen zu reagieren, haben jetzt Forscher bewiesen. Heraus kam Goldhydrid.(Bild:  Nuggeteer)
Gold bleibt in der Regel blank und glänzend, auch wenn rüdeste Bedingungen herrschen. Dass man das Edelmetall aber durchaus – wenn auch unter Aufwand – dazu bringen kann, mit anderen Elementen zu reagieren, haben jetzt Forscher bewiesen. Heraus kam Goldhydrid.
(Bild: Nuggeteer)

Die Entdeckung des Goldhydrids widerspricht, wie man betont, der bisherigen Annahme, dass Gold kaum mit Wasserstoff reagiert. Das eröffne neue Perspektiven für die Chemie unter Extrembedingungen. Forscher an der „High Energy Density“-Experimentierstation (HED) vom European XFEL komprimierten das Gold mithilfe einer Diamantstempelzelle auf über 40 Gigapascal (GPa) und erhitzten es mit ultrakurzen Blitzen des European-XFEL-Röntgenlasers auf rund 2.500 °C. Das so gewonnene Goldhydrid hat nun die chemische Formel Au₂Hx, wobei der Wasserstoffgehalt x mit steigendem Druck zunimmt und zwischen null und nahezu eins liegt, so die Erklärung.

Die Forscher haben einfach gleich zu Anfang hingeschaut

Besonders bemerkenswert sei, dass sich der Wasserstoff sehr leicht durch das feste Gitter der Goldatome bewege. Das kennzeichnet einen sogenannten superionischen Zustand, der bisher vor allem von wasserstoffreichen Materialien her bekannt ist, aber in dieser Form bei goldhaltigen Verbindungen neu. Allerdings müssen die Experten auch zugeben, dass das Goldhydrid wieder zu Gold zerfällt, wenn man die Verbindung abkühlen lässt. Das lege den Schluss nahe, dass man schon öfter Goldhydrid hergestellt habe, aber weil alle Proben vor der Analyse abgekühlt wurden, es einfach nicht entdeckte. Nun wollen die Forscher herausfinden, ob auch noch andere Edelmetalle unerwartete Verbindungen eingehen können.

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