Nase vorn! Forscher finden neuen Angriffsmöglichkeit bei Wi-Fi

Quelle: Ruhr-Universität Bochum 1 min Lesedauer

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Kriminelle lieben drahtlose Systeme an Haus und Hof. Forscher aus Bochum haben nun eine weitere Gefahrenquelle bei Wi-Fi-Systemen ausfindig gemacht ...

Präventivschlag! Paul Staat (links) und Philipp Mackesensen von der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben neue Angriffsmöglichkeiten auf Wi-Fi entdeckt. Ihre Entdeckung kann Kriminelle aufhalten, auch wenn sie glauben, neue Tricks auf Lager zu haben.(Bild:  RUB / Marquard)
Präventivschlag! Paul Staat (links) und Philipp Mackesensen von der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben neue Angriffsmöglichkeiten auf Wi-Fi entdeckt. Ihre Entdeckung kann Kriminelle aufhalten, auch wenn sie glauben, neue Tricks auf Lager zu haben.
(Bild: RUB / Marquard)

Durch Manipulation von Funksignalen lassen sich Türen von Smart Homes auch unbefugt öffnen, oder Autotüren am Schließen hindern. Besonders effektiv seien sogenannte Jamming Attacks. Das sind Störsignale, welche die legitime Kommunikation überlagern, wodurch der Nutzer eine Dienstverweigerung erfährt. Bisher ließen sich solche Störangriffe zwar relativ leicht durchführen, brachten jedoch den Nachteil mit sich, dass sie oft unbeabsichtigt benachbarte Geräte mit beeinträchtigten. Forscher von der Ruhr-Universität Bochum sind da aber eine Sache auf die Spur gekommen ...

Per Angriffsszenario zur Schutzmaßnahme

Durch den gezielten Einsatz von RIS-Technologie (rekonfigurierbare, „intelligente“ Oberflächen) könnten Störsignale jedoch präziser gesteuert werden, um andere Geräte weniger stark zu treffen. RIS sind per Software gesteuerte Oberflächen, die aus der Metamaterialforschung stammen und eben Funkwellen gezielt steuern können, wie die Forscher präzisieren. Ihre einzigartigen Fähigkeiten machten sie zu einer vielversprechenden Ergänzung für künftige 6G-Mobilfunknetze. Der in einer Studie verwendete Prototyp wurde zusammen mit Wissenschaftlern der TH Köln entwickelt. Man kann sich das RIS-Gerät wie eine Diskokugel vorstellen, die Radiowellen reflektiert – mit dem Unterschied, dass man aber jede Facette gezielt so manipulieren kann, dass die Wellen genau dorthin gelenkt werden, wo man sie haben will, so die weitere Erklärung. Damit gelang es den Experten, gezielt nur eines von zwei Geräten zu stören, selbst wenn sie nur fünf Millimeter voneinander entfernt waren. Aufgrund dieser Erkenntnis können jetzt gezielte Gegenmaßnahmen in Angriff genommen werden.

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