Smarte Pelle

Forscher wollen Robotern eine „intelligente“ Haut geben

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Neue Antennensubstrate in Folienform

Üblicherweise werden Antennen auch in starre Mikrowellensubstrate integriert. Aber alternativ existieren eben auch Materialien, die sich auch dehnen lassen und damit eine hohe Flexibilität aufweisen. Allerdings haben diese flexiblen Substrate zu hohe Verluste – sie erreichen im Hochfrequenzbereich deshalb keine optimale Leistung, wie die von den Fraunhofer-Forschern entwickelte Messtechnik ergab. Deshalb eignen sich die herkömmlichen, am Markt verfügbaren Substrate nicht so gut. Basierend auf den vom FHR erzielten Ergebnissen werden bei der Technischen Universität Hamburg (TUHH) deshalb neue Substrate entwickelt, wie man erfährt. Denn das dortige Institut für Angewandte Polymerphysik (IAPP) synthetisiert dehnbare und potenziell hochfrequenztaugliche Materialien, wobei man auf einen Mix von Polymeren sowie auf Kunststoffe mit keramischen Fremdpartikeln setzt. Diese werden im Projektverlauf dann am FHR getestet. Basierend auf den ersten Ergebnissen, wird derzeit auch ein vorhandener Messaufbau optimiert, für andere Frequenzbänder erweitert sowie die Software für den finalen Aufbau entwickelt.

Ein anderer Kunststoff wird hier am FHR, wie es heißt, schmalbandig gemessen, um den sogenannten Verlustwinkel zu bestimmen – ein weiterer Schritt, um Erkenntnisse zu gewinnen, wie Robotersysteme in Zukunft „fühlen“ könnten.(Bild:  Fraunhofer-FHR)
Ein anderer Kunststoff wird hier am FHR, wie es heißt, schmalbandig gemessen, um den sogenannten Verlustwinkel zu bestimmen – ein weiterer Schritt, um Erkenntnisse zu gewinnen, wie Robotersysteme in Zukunft „fühlen“ könnten.
(Bild: Fraunhofer-FHR)

Auch für Medizin und Raumfahrt interessant

Parallel dazu untersuchen die Partner, wie sich die Verformungen der dehnbaren Oberflächen auf die Eigenschaften im Nah- und Fernfeld auswirken. Langfristig geplant sind sich selbstkalibrierende Metasurface-Antennen, die ihre Krümmung und Formung eigenständig erkennen, um einen optimalen Signalempfang zu gewährleisten und Kommunikationsprobleme zu vermeiden. Und die hier geschilderte Robotik ist nicht das einzige Einsatzfeld. Denn auch die Medizintechnik und -robotik könnten sich dafür interessieren. Denn dort könnten Metasurface-Antennen dazu beitragen, dass Geräte wie etwa Assistenzroboter Gesten besser erkennen und stärker mit Menschen interagieren. Auch in die Schutzausrüstung der Feuerwehr oder in Raumanzügen ist der Einsatz der denkbar.

Die Projektpartner und -unterstützer:

An dem Projekt sind außer dem Fraunhofer-FHR sechs weitere Partner aus Industrie und Forschung beteiligt. Dazu gehören das Centre National de la Recherche Scientifique CNRS, EV Technologies, die Technische Universität Hamburg, Université Catholique de Louvain, University of Zagreb Faculty of Electrical Engineering and Computing und L-up. Die belgische Universität UCLouvain koordiniert das Vorhaben, das von der Europäischen Union unter der Vertragsnummer 101098996 gefördert wird.

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