Smart verbessern Forscher zeigen KI-basierte Qualitätssicherung in Hannover

Quelle: Fraunhofer-IEM 2 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz (KI) kann Produktionsprozesse effizienter und sicherer machen. Doch viele zögern, sie zu nutzen! Das muss nicht sein, so das Fraunhofer-IEM.

Haben Sie bisher auch nur manuell an der Qualitätsschraube in der Produktion gedreht? Dann gibt es gute Nachrichten vom Fraunhofer-IEM! Denn dort hat man zumindest für das Setzen von Spreizmuttern ein KI-Basiertes System entwickelt, das auf der Hannover Messe gezeigt wird.(Bild:  J. Pourivan)
Haben Sie bisher auch nur manuell an der Qualitätsschraube in der Produktion gedreht? Dann gibt es gute Nachrichten vom Fraunhofer-IEM! Denn dort hat man zumindest für das Setzen von Spreizmuttern ein KI-Basiertes System entwickelt, das auf der Hannover Messe gezeigt wird.
(Bild: J. Pourivan)

Im Rahmen des „It’s OWL“-Projekts „ExplAIn“ entwickelten Demonstrators präsentiert das Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik und Mechatronik (IEM) aus Paderborn auf der Hannover Messe eine Innovation in puncto Qualitätsüberwachung in der Fertigung. Das Exponat ist für das roboterbasierte Setzen von Spreizmuttern konzipiert (wichtig etwa für den Bereich Automobilbau), wie es heißt. Warum dieser Prozess? Nun, bisher wird der Setzvorgang meist manuell überprüft. Doch das kostet Zeit und birgt die Gefahr von Fehlern. Auch sind Unternehmen stark vom Expertenwissen einzelner Mitarbeitender abhängig. Es geht aber auch smart!

Entscheidungshilfe für die Qualitätsoptimierung

Die IEM-Innovation nutzt nämlich Sensoren, die den Setzprozess der Spreizmuttern erfassen können. Ein hybrider Algorithmus, der auch das maschinelle Lernen beherrscht, wertet die Daten dann automatisch aus und überprüft so die Prozessqualität beim Spreizmutternsetzen. Die Ergebnisse kann man sich auf einem Dashboard anschauen, wo sie für die Mitarbeiter transparent und nachvollziehbar aufbereitet sind. Außer der Klassifikationsrate zeigt das Dashboard auch eine quantitative Einschätzung der Prognosezuverlässigkeit an. Kritische Messbereiche und Charakteristiken in den Messverläufen, die maßgeblich für die Entscheidung der KI seien, werden farblich hervorgehoben. So würden Entscheidungen nachvollziehbar.

Gute Vorbereitung auf neue KI-Vorschriften

Mit vertrauenswürdig gestalteten KI-Anwendungen können Unternehmen nach Aussage der Paderborner Experten ihre Produktionsprozesse also effizienter und fehlerfreier machen. Gleichzeitig seien sie in der Lage, sich auf künftige Regularien vorzubereiten. Denn bereits am 2. August 2026 treten die Vorschriften der europäischen KI-Verordnung vollständig in Kraft. Einige Bestandteile hingegen sind bereits jetzt verpflichtend, oder werden es noch in diesem Jahr, wie die Forscher anmerken. Zusätzlich ist in diesem Zusammenhang eine neue KI-Haftungsrichtlinie in Planung, die klare Regelungen für Schäden durch KI-Systeme vorsieht. Unternehmen, die KI frühzeitig aber sicher und regelkonform integrierten, sicherten sich nicht nur einen Wettbewerbsvorteil, sondern gestalteten aktiv die Zukunft der „intelligenten“ Produktion. (Zu finden ist der Demonstrator in Halle 2, am Stand B24)

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