Auf der Spur Forschung am Remanufacturing additiv gefertigter Metallteile

Quelle: Hochschule Kempten 1 min Lesedauer

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Der Aufbau eines digitalisierten Produkt- und Prozessmodells für das Remanufacturing additiv gefertigter Metallbauteile ist Ziel des kürzlich gestarteten Projektes Direma.

Wie das Remanufacturing von additiv gefertigten Metallteilen klappen kann, untersuchen Forscher jetzt im Rahmen des Projekts Direma ...(Bild:  L. Liebertius)
Wie das Remanufacturing von additiv gefertigten Metallteilen klappen kann, untersuchen Forscher jetzt im Rahmen des Projekts Direma ...
(Bild: L. Liebertius)

In der traditionellen Linearwirtschaft wird der Lebenszyklus eines Produkts oft ohne Recycling oder Wiederverwendung beendet, wie Experten von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten sagen. Bei der Kreislaufwirtschaft hingegen können Ressourcen gespart und der ökologische Fußabdruck verringert werden, wie es weiter heißt. Damit eine ökonomische Wiederaufbereitung von gebrauchten Produkten gelinge, sei eine automatisierte Bewertung von Produktzuständen und Aufbereitungsschritten wie Materialauf- und -abtrag sowie Nachbearbeitung erforderlich. Das Ziel des Forschungsprojektes ist es deshalb, ein durchgängig digitalisiertes Produkt- und Prozessmodell aufzubauen, aus dem nötige Informationen über den Bauteilzustand gewonnen sowie Prozessparameter für die Wiederaufbereitung abgeleitet werden können. Dazu werden zunächst die verschiedenen Zustände ausgedienter Produkte am End-of-Life mittels optischer Messtechnik und maschinellem Lernen automatisch erfasst. Dann folgt ein Prozess zur Regeneration beschädigter Bauteilbereiche mittels additiver Fertigung. Hier stehe auch das Additive Manufacturing Labor mit Anlagen zur pulverbettbasierten Fertigung (Laser Powder Bed Fusion respektive Selektives Laserstrahlschmelzen) im Mittelpunkt der Arbeit.

Remanufacturing durch konkrete Beispiele evaluieren

Nach der Bewertung der Produktzustände und der Planung der Wiederaufbereitungsmaßnahmen mittels subtraktiver und additiver Verfahren wird die Methodik ökologisch und ökonomisch mit konventioneller Fertigung verglichen. Die Anwendbarkeit von digitalisierten Remanufacturing-Ansätzen im Bereich der additiven Fertigung soll dabei an konkreten Beispielen (unter anderem aus dem Maschinenbau oder an Sport- und Freizeitgeräten) untersucht werden. Dafür sollen auch aktuelle Methoden und Software-Tools aus der virtuellen Produktentwicklung eingesetzt werden. Zum Forschungskonsortium gehören außer dem IPI Sonthofen (Institut für Produktion und Informatik) und der Fakultät Informatik der Hochschule Kempten, der Softwareentwickler Synera GmbH, das Sportwarenunternehmen Oberalp Deutschland GmbH, Trumpf Laser- und Systemtechnik GmbH sowie die Universität Bayreuth. Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst fördert das Verbundvorhaben für drei Jahre mit rund 297.000 Euro.

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