Konzernumbaufolgen Schaeffler- und Aumovio-Konkurrent Forvia erleidet Millardenverluste

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Der französische Autozulieferer Forvia, zu dem auch Hella gehört, hat aufgrund des Konzernumbaus im vergangenen Jahr unter dem Strich einen Milliardenverlust eingefahren, so die dpa.

Der französische Konzern Forvia, übrigens auch Mutter des Scheinwerferherstellers Hella, baut sich gerade um. Das hat zu Verlusten im Milliardenbereich geführt ...(Bild:  Forvia)
Der französische Konzern Forvia, übrigens auch Mutter des Scheinwerferherstellers Hella, baut sich gerade um. Das hat zu Verlusten im Milliardenbereich geführt ...
(Bild: Forvia)

Forvia-Konzernchef Martin Fischer will das Unternehmen im neuen Jahr im Tagesgeschäft nun profitabler machen und die Schulden durch Verkäufe deutlich reduzieren, heißt es, um die Milliardenverluste wieder auszugleichen. Auch soll sich die Marge mittelfristig (bis 2028) verbessern, wie es aus Paris heißt. Wachstum soll vor allem im Bereich Elektronik den erlittenen Rückgang mit traditionellen Geschäften abfedern. Die Forvia-Aktie legte zu, konnte aber die deutlichen Verluste vom Vortag damit nicht ganz wettmachen. Das Papier lag am Vormittag in Paris 6,5 Prozent im Plus (13,55 Euro). Forvia will, wie es weiter heißt, im neuen Jahr eine operative Marge zwischen sechs und 6,5 Prozent ansteuern. Und 2028 will man auf mindestens sieben Prozent kommen. Vergangenes Jahr stieg sie auf 5,6 Prozent. Die Sparte für Innenausstattung soll demnach verkauft werden, um die Schulden um mindestens eine Milliarde Euro zu drücken. as den Umsatz im neuen Jahr betrifft, so plant das Management des Aumovio- und Schaeffler-Konkurrenten mit einem Betrag zwischen 20 und 21 Milliarden Euro – den in Angriff genommenen Verkauf bereits inklusive.

Forvia erleidet unter dem Strich ein 2,1-Milliarden-Minus

Der Erlös war 2025 um drei Prozent (auf 26,2 Milliarden Euro) gesunken. Für den Konzernumbau setzte Forvia übrigens gut 1,8 Milliarden Euro an Sonderkosten an. Davon entfielen etwa 920 Millionen Euro auf Abschreibungen für den Lichtbereich und auf den Elektroniksektor. Die deutsche Tochter Hella, bekannt für Scheinwerfersysteme, hatte zuvor berichtet, die Profitabilität in ihrer Lichtsparte angesichts des schwierigen Umfelds erhöhen zu wollen. Die Westfalen sparen bereits seit Jahren, um die Marge zu verbessern. Forvia insgesamt hatte angekündigt, in einem großangelegten Stellenabbau rund 6.400 Jobs bis Ende 2025 zu kappen. Unter dem Strich hagelte es bei Forvia 2025 einen Verlust von 2,1 Milliarden Euro. Aber auch ohne die gebuchten Sonderkosten wäre man etwas tiefer in die roten Zahlen geraten. Eine Dividende für 2025 soll es nicht geben.

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