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Fräsen von Zahnersatz erfordert flotte Steuerung

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Um die plastische Struktur der Zähne zu erzielen, setzt sich jede Zahnform aus mehreren Teilen zusammen. Dadurch werden die Einzelschichten der Zähne nachgebildet und auch ihre unterschiedliche Färbung.

Scanner erfasst Zahngeometrie vor dem Fräsen

Damit die Zahnform dieser Oberflächenbeschaffenheit gerecht werden kann, wird per Scan ein 3D-Modell der Zahngeometrie hergestellt, das den Zahn mit mehreren 100000 Dreiecken beschreibt (Bild 4 – siehe Bildergalerie). Zuerst werden unerwünschte Unebenheiten oder Löcher ausgebessert, die durch den Aufnahmepin beim Scannen entstehen. Weitere wichtige Schritte sind die optimale Positionierung, Festlegung von Trennlinie und Dichtfläche sowie eine „Flächenrückführung“ zur Reduzierung der Datenmengen (Bild 5).

Mittels einer speziellen CAD-Software entsteht das eigentliche Design der einzelnen Formen. Der Zahn wird eingelesen, definiert positioniert und gespiegelt. Somit wird eine exakte Pärchengleichheit gewährleistet. Anschließend sind noch die Zwischenflächen zu konstruieren, danach kann mit der Programmierung der Fräsbahnen begonnen werden.

Symbiose von Antrieb, Mechanik und CNC sorgt für genaues Fräsen von Zahnersatz

Je nach Design einer Zahnform werden mehr als 50 Mio. Sätze zur Abarbeitung der Geometrie benötigt und durch die CNC verarbeitet. „Die Steuerung muss mit der Aufbereitung der Programmdaten nachkommen. Schafft sie das nicht, reduziert sich die Geschwindigkeit der Maschine“, erläutert Rochlitzer.

„Ein Stillstand im Bearbeitungsprozess würde das zu bearbeitende Werkstück möglicherweise zerstören. Wichtig ist deshalb ein Gesamtsystem aus Antrieb, Mechanik und CNC zu haben, das die Fräsmaschine präzise arbeiten lässt“, sagt Rochlitzer weiter.

Exaktes Fräsen verringert Nacharbeit

„Durch das exakte Fräsen ist die Nachbearbeitung der Zahnformen signifikant gering. Nur punktuell wird von den Graveuren nachgeschliffen und auf Hochglanz poliert“, sagt Bessler. Stimmt die Qualität der Zahnform, müssen auch die Zähne nach der Pressung kaum bearbeitet werden.

Die fertigen Zähne werden entgratet und anschließend auf Fehler wie Verpressungen, Schmutzeinlagerungen oder Materialfehler überprüft. Danach werden jeweils sechs Frontzähne und acht Seitenzähne auf eine Zahnleiste gesetzt, bevor sie zur Endkontrolle kommen.

„Wir bieten Praxis- und Dentallaboren Front- und Seitenzähne in 16 unterschiedlichen Farben und 38 verschiedenen Größen“, so Bessler. „Mit der präzisen CNC können wir Zahnformen herstellen, die die Natürlichkeit und Funktionalität der Dritten gewährleisten.“

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