Hochleistungskunststoffe Fraunhofer LBF integriert Deutsches Kunststoff-Institut DKI
Im Juli 2012 hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit (LBF) das Deutsche Kunststoff-Institut (DKI) übernommen. Aus der DKI-Eingliederung ist der Institutsbereich „Kunststoffe“ im Fraunhofer LBF entstanden, die damit den Arbeitsschwerpunkt Leichtbau und Funktionsintegration weiter ausbaut.
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Als vielversprechender Ansatz zur Leichtbauoptimierung werden am Fraunhofer LBF Hochleistungskunststoffe angesehen. Sie bieten vielfältige Möglichkeiten, die Energieeffizienz in unterschiedlichen Anwendungsbranchen zu verbessern: im Schienen- und Schiffsverkehr, in der Luftfahrttechnik, der Elektrotechnik, im Automobilbau und im Bauwesen.
Sprung an die Spitze in der Kunststoffforschung
Mit der DKI-Eingliederung will dabei das Fraunhofer LBF in der Forschung „ganz vorne“ mitspielen: „Bei Kunststoffen findet ein großer Teil der Wertschöpfung in den frühen Phasen der Verfahrensentwicklung statt. Deshalb ist es wichtig, bereits hier die Hebel anzusetzen“, sagt Professor Dr. Holger Hanselka, Institutsleiter des Fraunhofer LBF. „In Zukunft können wir die komplette Wertschöpfungskette abdecken und unser Angebot wesentlich umfangreicher und attraktiver gestalten.“
„Das Marktpotenzial ist enorm“, berichtet Prof. Matthias Rehahn, Leiter des neuen Institutsbereichs. „Die rasante Entwicklung im Bereich der Elektromobilität, der verstärkte Trend zum Leichtbau und die Entwicklung von intelligenten Materialien eröffnen neue Anwendungsgebiete für Konstruktions- und Funktionskunststoffe.“
Schadensrückverfolging bis zur Materialentwicklung
Einen großen Nutzen des Zusammenschlusses wird in der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit gesehen. So werden Werkstoffwissenschaftler zukünftig Schadensursachen bis in die Materialentwicklung zurückverfolgen können. Das ist besonders im Hinblick auf Sicherheitskomponenten von großer Bedeutung.
Bei metallischen und keramischen Bauteilwerkstoffen hat das Fraunhofer LBF in der Vergangenheit viele aufschlussreiche Analysen erstellt. Dies werde nun auch für Kunststoffe möglich sein, heißt es. Die Integration des DKI wurde kürzlich im Rahmen eines Festakts vorgenommen. Beide Institute haben ihren Standort in Darmstadt.
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