Nicht so freudig Freudenberg muss Gewinnhalbierung hinnehmen

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Freudenberg, vor 177 Jahren als Gerberei gestartet, ist heute ein Technologiekonzern. Doch eine Entscheidung ließ den Gewinn einknicken ...

Freudenberg aus Weinheim in Baden-Württemberg hat im letzten Jahr Entscheidungen treffen müssen, die den möglichen Gewinn für das Jahr 2025 drastisch schmälerten. Hier mehr dazu ...(Bild:  dpa)
Freudenberg aus Weinheim in Baden-Württemberg hat im letzten Jahr Entscheidungen treffen müssen, die den möglichen Gewinn für das Jahr 2025 drastisch schmälerten. Hier mehr dazu ...
(Bild: dpa)

Der Mischkonzern Freudenberg hat das Geschäft mit Brennstoffzellen-Systemen, Batteriezellen und -modulen eingestellt. Das aber hat aber an der möglichen Nettogewinnspanne im vergangenen Jahr deutlich genagt. Das um derartige Sondereffekte bereinigte Vorsteuerergebnis lag bei rund 1,1 Milliarden Euro (-3,5 Prozent). In 2025 lag das Konzernergebnis bei 361,9 Millionen Euro – nach 724,8 Millionen Euro in 2024. Das jedenfalls geht aus dem Geschäftsbericht der Weinheimer nun hervor. Beim Umsatz erreichte Freudenberg gut 11,7 Milliarden Euro, was leicht unter dem Vorjahreswert liegt. Wer es nicht weiß: Freudenberg kennt man vor allem durch die Haushaltsmarke Vileda. Und generell hätten 2025 die positiven Effekte durch Zukäufe und Preiserhöhungen die Belastungen durch Wechselkurseffekte und eine schwächere Nachfrage aus wichtigen Märkten, wie etwa dem Autosektor, die Verluste nicht kompensieren können.

Politik und Infrastruktur machten Chancen zunichte

„Wir haben vor über sechs Jahren einen mutigen Schritt getan und sind beim Wasserstoff, parallel zur Herstellung von Komponenten, in die Modul- und Systemintegration eingestiegen“, erinnerte Freudenberg-Chef Claus Möhlenkamp in einem Gespräch mit dem Handelsblatt . Zum Beispiel für Kreuzfahrtschiffe habe man komplette Module entwickelt und die Chance gesehen, die Transformation mitzugestalten. Am Ende hätten sich aber alle Faktoren gegen die Wasserstoff-Systemtechnik gerichtet: Die Regierung hat sich laut Möhlenkamp davon distanziert: „Große Kunden haben Projekte verschoben oder komplett gestrichen. Die Infrastruktur hat auch nicht mitgezogen!“ Diese Faktoren habe man berücksichtigen müssen, wonach entschieden wurde, das Geschäft einzustellen. Weiterhin verfolge Freudenberg aber den Bau von Komponenten für die Wasserstofferzeugung, was zur Restrukturierung dazugehöre.

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