Solarelektronik Fronius expandiert nach China
Im März 2012 will der österreichische Anbieter von Solarelektronik, Batterieladesystemen und Schweißtechnik Fronius, Wels, eine 100%ige Tochtergesellschaft in Shanghai, China eröffnen. Der chinesische Markt ist der am schnellsten wachsende Photovoltaikmarkt der Welt und wird in den nächsten Jahren auch zu einem der größten werden, begründet das Unternehmen sein Engagement.
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Mit zwölf Mitarbeitern in den Bereichen Sales, After-Sales (Technischer Support, Repair Center) und Marketing startet der Fronius laut eigener Mitteilung seine Niederlassung. Das Unternehmen habe gleich zu Beginn seiner Tätigkeit in China ein 1-MW-Projekt in Chongming an Land gezogen und daraufhin eine Repräsentanz gegründet. Der nächste Schritt sei nun die Gründung einer Tochtergesellschaft.
Fronius setzt in China auf gebäudeintegrierte Photovoltaik
„Wir treffen die Anforderungen des chinesischen Marktes ganz genau. Mit unseren Geräten sind wir Spezialisten für gebäudeintegrierte Photovoltaik, die in China sehr ausgeprägt ist. Des Weiteren bewegt sich der Kernmarkt bei Projekten um 1 MW, der Leistungsumfang unserer Wechselrichter passt da optimal.“, sagt Knut Wimberger, Geschäftsführer Fronius China.
Die Ziele seien klar definiert: Einen nennenswerten Anteil im Anlagensegment bis 5 MW will Fronius nach eigenen Angaben bis 2013 erreichen. In diesem Zeitraum soll auch ein After-Sales-Netzwerk aufgebaut werden. Zudem sei ein Sales-Partner-Netzwerk geplant, was ob der enormen Fläche Chinas eine große Herausforderung darstelle.
Gute Aussichten für den chinesischen Markt
Photovoltaik-Markt wird in China ab 2013 stärker gefördert
Die Prognosen für den chinesischen Photovoltaik-Markt stehen mehr als gut, heißt es bei Fronius. Die NDRC (Chinas oberste wirtschaftliche Planungsinstitution, die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission) wolle in ihrer 5-Jahres-Planung den BIPV (Building Integrated Photovoltaics) Markt ausbauen und habe dazu spezielle Rooftop-Förderungen vorgesehen, welche zwischen 2013 und 2015 in Kraft treten.
Li Junfeng, stellvertretender Direktor des Energy Research Institute der NDRC, prognostiziert laut Mitteilung 10 GW installierte Leistung bis 2015 und 50 GW bis 2020. Die ursprüngliche Prognose für 2011 von 900 MW sei bereits übertroffen worden und habe Ende 2011 bei 1,4 GW gelegen.
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