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Je nach Anforderung lassen sich Leistenstöße rechwinkelig oder schräg ausführen. Um die Führungsleisten zu befestigen, gibt es die Möglichkeit, die Leisten durch Stufenbohrungen anzuschrauben. Dabei werden die Bohrungen nach dem Verschrauben mit Stopfen oder Gleitkleber verschlossen.
Führungsleisten durch Schrauben oder Kleben befestigt
Führungsleisten lassen sich auch durch eingebrachte Gewinde von unten verschrauben. Führungsleisten mit geringerer Dicke werden durch geeignete Kleber dauerfest aufgeklebt.
Führungsleisten, die als Rollenbahn verwendet werden, sind in der Regel zur Aufnahme von hohen Flächenpressungen ausgelegt. Sie werden durchgehärtet und bestehen daher Werkzeugstahl wie den Legierungen 1.2842, 1.2363, 1.2436 oder 1.2379. Bei geringeren Flächenpressungen, aber größerer Biegebelastung kommen dagegen Stahllegierungen zur Anwendung, die zur Induktionshärtung geeignet sind, zum Beispiel die Legierungen 1.1213, 1.1730 und 1.7225 – oder Einsatzstähle wie 1.7131, 1.7147 und 1.2162.
Nitrieren ermöglicht partielles Härten von Gleitführungen
Gleitführungen werden aufgrund der geringeren Flächenpressung nitriert, induktions- oder einsatzgehärtet. Diese Verfahren ermöglichen ein partielles Härten ausgesuchter Funktionsflächen.
So verfügt die Präzi Flachstahl AG unter anderem über ein langjähriges Know-how in der Auslegung spezieller Induktoren für die Induktionshärtemaschine. Das ermöglicht, zahlreiche Anforderungen variabel abzudecken.
Auch sogenannte Prehardened Steels – vorgehärtete Stähle, zum Beispiel Toolox 33 und 44 – sind entsprechend der Anforderung für Führungsleisten geeignet. In Abhängigkeit von der Maßgenauigkeit und Rautiefe werden Führungsleisten auf hochgenauen CNC-Maschinen geschliffen. Dadurch erhalten sie Oberflächenrauigkeitswerte Ra bis hinab unter 1 µm.
Vorteilhafter als Linearführung beim Handling großer Gewichte
Im Vergleich zur Linearführung hat eine Führungsleiste vor allem Vorteile bei hohen Support- oder Werkzeuggewichten. Aus diesem Grund werden Führungsleisten bei Großwerkzeugmaschinen, in der Schwerzerspanung mit unterbrochenen Schnitten und im Pressenbau weiterhin gängige Konstruktionselemente sein.
Großdimensionierte Führungsleisten sind schwingungsdämpfend. Damit tragen sie wesentlich zu guten Standzeiten bei Zerspanungswerkzeugen sowie zu guten Oberflächenqualitäten der zu fertigenden Werkstücke bei. Führungsleisten werden im Allgemeinen in Teillängen von 2000 bis 4000 mm hergestellt und lassen sich problemlos zu sehr langen Einheiten zusammenstellen.
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