Bearbeitungszentren Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum für die Großserie

Redakteur: Frank Fladerer

SW stellt das doppelspindlige vertikale Bearbeitungszentrum BA S03 vor. Es wurde für Anwendungsfälle in der Großserienfertigung mit simultaner Fünf-Achs-Bearbeitung konzipiert.

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Das Fräs-Bearbeitungszentrum mit einem dreiseitig geschlossenen Monoblock und dem darauf aufgesetzten Gantry verbindet minimale Stellfläche, extreme Steifigkeit und den gegen Späne und Kühlmittel geschützten Einbau sämtlicher Führungs- und Antriebselemente. Zu hoher Steifigkeit soll die Konstruktion der Drei-Achs-Einheit nach dem Box-in-Box-Prinzip beitragen. Das Bearbeitungszentrum ist mit Kugelgewindetrieb in den Linearachsen und Direktantrieben in den Drehachsen ausgestattet. Die Torque-Antriebe sollen einen umkehrspielfreien Betrieb gewährleisten.

Bearbeitungszentrum mit Gantry-Antrieb

In der Y-Achse soll ein Gantry-Antrieb eine parallele Bewegung des Schlittens auch bei außermittiger Belastung durch Bearbeitungskräfte sicherstellen. Die direkten Antriebe der Schwenkachsen in Verbindung mit direkten Messsystemen wurden für eine Positioniergenauigkeit von ± 5 Winkelsekunden konstruiert.

Dadurch erreichen die Maschinen nach Herstellerangaben im gesamten Arbeitsraum Positioniergenauigkeiten Tp nach VDI DGQ 3441 von 0,01mm. Für minimale Nebenzeiten soll die Beschleunigung bis 10 m/s2 sowie die Geschwindigkeit bis zu 75 m/min in den linearen sowie bis zu 50 min-1 Drehgeschwindigkeit in den rotatorischen Achsen sorgen.

Doppelspindlige Fünf-Achs-Bearbeitungszentren seit 2004 im Angebot

SW bietet seit Mitte 2004 Fertigungslösungen zur doppelspindligen Fünf-Achs-Bearbeitung an. Vor allem Turbolader werden aufgrund der großen Nachfrage nach Dieselmotoren in immer größeren Stückzahlen gefertigt.

Erik Pfeiffer, Leiter Technologieentwicklung bei SW, sieht besonders bei der Impellerfertigung große Vorteile von zweispindligen gegenüber einspindligen Lösungen. „Zur Fertigung der Impeller werden relativ wenige Werkzeuge benötigt. In der Regel kommt man mit drei bis fünf Werkzeugwechseln aus“, so Pfeiffer. Damit ergebe sich eine sehr geringe Nebenzeit und beim Einsatz eines Doppelspindlers die Chance auf Verdopplung der Produktionskapazität. Beim Einsatz für kleinere Serien könne sich das Konzept unter anderem bei Teilen mit hoher Fertigungszeit ebenfalls rechnen.

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