Fraunhofer-IPA

FVK-Leichtbaukomponenten materialgerecht bearbeiten

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Nicht nur schneller fertigen

Dabei konnten die erlaubten Gefahrstoffgrenzwerte des Bundesarbeitsblatts TRGS 900 mithilfe einer bestimmten Kühlstrategie dauerhaft eingehalten werden. Wegen des Effekts der Kühlung, können hohe Schnitt- und Vorschubgeschwindigkeiten durch den Einsatz von Kühlschmierstoffen erreicht werden. Außer einer deutlichen Verkürzung der gesamten Zykluszeit bei der Bauteilherstellung werden unter hohen Schnitt- und Vorschubgeschwindigkeiten geringere Schneidkantenradien länger erhalten, um die Carbonfasern sauber zu trennen. Inwiefern sich eine Nassbearbeitung aber lohnt, soll abhängig vom Werkstoffzusammenhalt der Bauteile entschieden werden. Trotz der großen Unterschiede bei der Zerspanung konventioneller, metallischer Werkstoffe, werden in der Praxis oft übliche Bohr- und Fräswerkzeuge sowie Bearbeitungsparameter eingesetzt, die für CFK und andere Leichtbaustoffe aber nicht geeignet sind.

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Das Seminar „Leichtbauwerkstoffe spanend bearbeiten“, das am 26. September 2016 vom Fraunhofer-IPA angeboten wird, bietet die Chance, sich adäquate Informationen anzueignen, und dient außerdem als Diskussionsgelegenheit zu den Themen Leichtbau und praktische Bearbeitungsstrategien. Außer theoretischen Aspekten werden im Praxisteil der Veranstaltung auch neuartige Fertigungsverfahren und -strategien vorgestellt. Auch bietet sich dort die Möglichkeit, unterschiedlich bearbeitete Bauteile zu vermessen und zu analysieren. MM

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