Innovation
Ganz oder gar nicht: das Rezept für eine erfolgreiche Kooperation mit Start-ups

Von Manja Wühr 6 min Lesedauer

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Für die einen stehen Start-ups für Innovation, Agilität und Erfolg. Für andere ist es schneller Weg, Zeit und Geld zu verbrennen. Was also macht eine erfolgreiche Kooperation mit Start-ups aus?

Pumpengehäuse mit integrierten Heizkanälen aus Additiver Fertigung von KSB(Bild:  KSB SE & Co. KGaA)
Pumpengehäuse mit integrierten Heizkanälen aus Additiver Fertigung von KSB
(Bild: KSB SE & Co. KGaA)

Immer mehr Maschinenbauer investieren in innovative Start-ups oder gehen strategische Allianzen mit anderen Unternehmen ein. 2019 hat der VDMA eine Mitgliederbefragung durchgeführt, um deren Start-up-Affinität und -Strategie zu untersuchen. 93 Prozent der Befragten führten an, durch die Kooperation Zugang zu neuen Technologien und Prozesswissen erhalten zu wollen. Auf die Entwicklung neuer Produkte und Geschäftsmodelle zielen 90 Prozent der Befragten. Ob diese Formen des Corporate Venturing sich wiederum auf die Sicherheit der Produkte auswirken, haben Wirtschaftswissenschaftler der TU Dortmund und der Universität Münster genauer untersucht. Dabei haben insbesondere Produktrückrufe als Indikator in den Blick genommen.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass sehr geringe oder sehr umfangreiche Investitionen in Start-ups und Allianzaktivitäten meist mit geringen Produktproblemen einhergehen“, sagt Juniorprofessor Simon Hensellek von der TU Dortmund. Es kommt also auf den Umfang an: „Mittelmäßig umfangreiche Investitionen – sogenannte ‚stuck-in-the-middle‘-Strategien – können den Unternehmen und ihren Kundinnen und Kunden sogar schaden, weil sie eine erhöhte Wahrscheinlichkeit eines erheblichen Qualitätsmangels und somit Produktrückrufs aufweisen.“