Er sprudelt! Gashersteller Air Liquide startet grüne Wasserstoffproduktion

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Der französische Gasehersteller Air Liquide hat in Oberhausen eine Anlage zur klimaneutralen Wasserstoffproduktion offiziell in Betrieb genommen, wie jetzt bekannt wurde.

Der Gashersteller Air Liquide setzt auf den Bau von Anlagen zur Gewinnung von grünem Wasserstoff (Symbolbild). Jetzt wurde eine 20-Megawatt-Anlage in Oberhausen in Betrieb genommen. Doch die Pläne für eine gute Wasserstoffversorgung gehen noch weiter ...(Bild:  Air Liquide)
Der Gashersteller Air Liquide setzt auf den Bau von Anlagen zur Gewinnung von grünem Wasserstoff (Symbolbild). Jetzt wurde eine 20-Megawatt-Anlage in Oberhausen in Betrieb genommen. Doch die Pläne für eine gute Wasserstoffversorgung gehen noch weiter ...
(Bild: Air Liquide)

Ein Elektrolyseur zur Wasserstoffgewinnung zerlegt bekanntlich Wasser – am besten mithilfe von Windstrom – in Wasserstoff und Sauerstoff. Die Anlage, die Air Liquide jetzt in Betrieb genommen hat, hat demnach eine Kapazität von 20 Megawatt und kann im Jahr bis zu 2.900 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren, wie das Unternehmen mitteilte. Wasserstoff wird etwa in der chemischen Industrie benötigt. In einer zweiten Phase plane Air Liquide, die Kapazität seiner Anlage in Oberhausen auf 30 Megawatt zu erhöhen.

Ein entsprechender Elektrolyseur kostet aber zig Millionen

Die Anlage wurde in einem Chemiepark in Oberhausen errichtet und an eine bestehende Wasserstoffpipeline von Air Liquide angeschlossen, wie es weiter heißt. Der Standort im industriellen Herzen des Ruhrgebiets erleichtere die Versorgung von Großkunden mit dem umweltfreundlichen Energieträger Wasserstoff. Bei der Entwicklung des Elektrolyseurs hat Air Liquide übrigens mit dem Energietechnikhersteller Siemens Energy zusammengearbeitet. Der „Trailblazer“ (Vorreiter) genannte Elektrolyseur kostete rund 45 Millionen Euro. In Zukunft soll grüner Wasserstoff ja auch verstärkt bei der Stahlherstellung zum Einsatz kommen, wo er Koks ersetzen kann. Klimaneutral erzeugt, soll er dann große Mengen Kohlendioxid vermeiden.

Air Liquide startet wahre Elektrolyseur-Offensive

Deutschlands größter Stahlhersteller Thyssenkrupp will im benachbarten Duisburg dazu eine Anlage zur Stahlherstellung bauen, die jedes Jahr etwa 143.000 Tonnen grünen Wasserstoff benötigen wird. Die Integration in eine bestehende Wasserstoffinfrastruktur wird die Dekarbonisierung von Schlüsselindustrien in Nordrhein-Westfalen beschleunigen und eine kohlenstoffarme Mobilität in dieser dicht besiedelten Region fördern, wie die Entscheider von Air Liquide anmerken. Das Unternehmen plant außerdem weitere Anlagen, wie etwa im nordrhein-westfälischen Marl mit einer Kapazität von 120 Megawatt. Und in der Normandie errichtet Air Liquide nach eigenen Angaben aktuell einen 200-Megawatt-Elektrolyseur.

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