Oberflächenhärteverfahren
Gasnitrieren und Plasmanitrieren im Vergleich

Von Mario Neuwerth 14 min Lesedauer

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Wenn Härte und Verschleißfestigkeit gefordert werden, ist die Nitrierbehandlung beliebt. Zwei gängige Verfahren sind das Gasnitrieren und das Plasmanitrieren. Der Überblick zeigt Merkmale, Vor- und Nachteile sowie Anwendungsbereiche beider Verfahren auf.

Aufnahme einer beladenen Gasnitrieranlage.(Bild:  Härtha Group)
Aufnahme einer beladenen Gasnitrieranlage.
(Bild: Härtha Group)

Das Nitrieren stellt ein bedeutendes Verfahren dar, das die Oberflächenhärte von Stählen erheblich erhöht und häufig mit dem Einsatzhärten konkurriert. Es handelt sich um eine thermochemische Behandlung, bei der der Stahl in stickstoffabgebender Atmosphäre behandelt wird, um eine harte und verschleißbeständige Randschicht zu erzeugen.

Die Behandlungstemperatur liegt normalerweise im Bereich zwischen 500 und 580 Grad Celsius, wobei die Dauer der Behandlung je nach gewünschter Schichtdicke und dem verwendeten Werkstoff variieren kann – von wenigen Minuten bis zu 100 Stunden.