Unsichere Zeiten ... Künstliche Intelligenz ist in! Doch droht nun doch eine KI-Blase?

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

KI und Kryptowährung gelten als moderne Motoren für die globale Wirtschaft. Doch der Chef des Weltwirtschaftsforums muss trotz aller Chancen und Vorteile auch mahnen ...

Auf dem Quivive bleiben! Künstliche Intelligenz (KI) und Kryptowährung treiben als moderne Motoren das globale Wirtschaftsgeschehen derzeit an. Im Hintergrund schlummern allerdings einige Gefahren, wie der WEF-Präsident Børge Brende warnt ...(Bild: ©  Shuo - stock.adobe.com)
Auf dem Quivive bleiben! Künstliche Intelligenz (KI) und Kryptowährung treiben als moderne Motoren das globale Wirtschaftsgeschehen derzeit an. Im Hintergrund schlummern allerdings einige Gefahren, wie der WEF-Präsident Børge Brende warnt ...
(Bild: © Shuo - stock.adobe.com)

Angesichts gewaltiger Investitionen in künstliche Intelligenz und Kryptowährungen warnt der Chef des Weltwirtschaftsforums (WEF), Børge Brende, vor den lauernden Gefahren durch eine Blasenbildung, die von einigen Experten schon seit einiger Zeit befürchtet, aber von anderen als Unsinn bezeichnet wird. Die Weltwirtschaft hat sich trotz geopolitischer Krisen erstaunlich widerstandsfähig gezeigt, so Brende gegenüber der dpa. Die Wirtschaft werde jedoch von Investitionen in neue Technologien angetrieben, wie etwa künstliche Intelligenz. Allein 2025 wurden rund 500 Milliarden Dollar in KI investiert. Das ist der Grund, weshalb Brende sich parallel dazu auch Sorgen macht, dass sich Blaseneffekte ausbilden könnten – sei es eine Krypto- oder eine KI-Blase. Denn man investiert zwar viel Geld, aber die Rendite ist noch fern, weshalb man sehr geduldig sein muss, so Brende.

WEF-Chef identifiziert Chancen und Gefahren durch KI

Der WEF-Präsident kennt die Chancen durch diese neuen Technologien, die sie zum Wachstumstreiber machen: „Wir könnten im kommenden Jahrzehnt sogar Produktivitätssteigerungen von zehn Prozent erleben. Und Produktivität bedeutet Wohlstand!“ Künstliche Intelligenz und andere neue Technologien bedeuten aber auch einen umfassenden Paradigmenwechsel, heißt es weiter. Brende glaubt deshalb, dass so zu Durchbrüchen in den Bereichen Medizin, synthetische Biologie, Raumfahrt und Energieversorgung kommen kann. Denn Künstliche Intelligenz könne typische Entwicklungsprozesse in diesen Sektoren enorm beschleunigen. Gleichzeitig Sorgen bereiten Brende aber die globalen Krisen und Konflikte. Es herrscht eindeutig geopolitische Unordnung, wie er sich ausdrückt. Die Weltordnung, die man gekannt habe, existiere nicht mehr. Unsicherheit sei aber mit das größte Problem für die Weltwirtschaft, die längerfristig planen müsse. „Eine meiner Ängste wird durch den Rückgang der globalen Investitionen genährt, merkt Brende an. Deshalb muss ein investitionsfreundliches Umfeld her. Gleichzeitig sei sicherzustellen, dass möglichst alle von den neuen Technologien und ihren Vorteilen profitieren können.

China und die USA kämpfen um die globale Hegemonie

Der dominierende Konflikt, denn alle zu spüren bekommen, sind für ihn die Spannungen zwischen China und den USA, die sich seit Monaten gegenseitig mit hohen Zöllen auf Importe plagen, auch wenn es jetzt im Bereich der seltenen Erden für ein Jahr Entspannung geben soll. Der Wettbewerb zwischen den USA und China ist im Grunde ein Wettstreit um Hegemonie oder technologische Dominanz, macht Brende dazu klar. Das Land also, das bei neuen Technologien – sei es Quantentechnik, Superintelligenz, KI, autonomes Fahrzeuge oder synthetische Biologie – führend wird, wird auch die mächtigste Nation dieses Jahrhunderts sein. Dabei müssten die drängendsten globalen Probleme wie Cyberkriminalität oder neue Pandemien aber gemeinsam angegangen werden, was angesichts der Lage aber zu scheitern drohe, wenn es ernst werden sollte. Gegensteuern könne man zum Beispiel, indem sich Länder mit ähnlichen Interessen zusammenschließen. Seiner Meinung nach wird es deshalb beispielsweise eine Renaissance für megaregionale – sogenannte plurilaterale – Abkommen geben. Doch die Welt wird auch komplexer werden. Es würde deshalb die Zahl der eher weniger optimalen und teureren Lösungsansätze für diverse Probleme der Zukunft steigen.

(ID:50612840)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung