In der Kritik Genehmigte Sanierung von Varta verärgert Anleger

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Die Anlegergemeinschaft Sdk ist über das Go für den umstrittenen Sanierungsplan des Batterieherstellers Varta alles andere als erfreut, wie die dpa meldet.

Der Batteriehersteller Varta will die Insolvenz abwenden und strebt ein Sanierungsverfahren an. Das wurde nun vom Landgericht Stuttgart gebilligt. Doch davon sind die Kleinaktionäre nicht begeistert ...(Bild:  Varta)
Der Batteriehersteller Varta will die Insolvenz abwenden und strebt ein Sanierungsverfahren an. Das wurde nun vom Landgericht Stuttgart gebilligt. Doch davon sind die Kleinaktionäre nicht begeistert ...
(Bild: Varta)

Das Landgericht Stuttgart hat vor Kurzem alle Beschwerden des Sdk gegen den Sanierungsplan von Varta verworfen. Das Ignorieren der Beschwerden seitens der Justiz sei nicht nur enttäuschend, sondern zeige in sehr anschaulicher Weise, wie wirkungslos das Rechtsmittelsystem im Rahmen des Restrukturierungsgesetzes Starug ausgestaltet sei. Nach der Entscheidung des Gerichts kann nun aber der Rettungsplan für das finanziell angeschlagenen Unternehmen Varta unter Ausschluss der Kleinaktionäre angegangen werden. Eine weitere Beschwerde ist nicht mehr machbar, heißt es weiter. Damit ist der umstrittene Restrukturierungsplan der Gesellschaft rechtskräftig.

So will Varta die sprichwörtliche Karre aus dem Dreck ziehen

Die nun folgenden Rettungsmaßnahmen sehen etwa die Reduzierung des Grundkapitals von Varta auf null vor. Das bedeutet aber für die freien Aktionäre den vollständigen Verlust ihres Geldes. Der zuständige Sdk-Anwalt kritisiert weiter, dass das Landgericht Stuttgart sich mit den schwerwiegenden verfassungsrechtlichen Einwendungen gar nicht befasst hat, weil nach Auffassung des Gerichts eine wesentliche Schlechterstellung nicht aufgezeigt worden ist. Die Varta-Sanierung läuft im Rahmen des Restrukturierungsgesetzes Starug ab, das Insolvenzverfahren ersparen soll. Der Hauptkritikpunkt der Sdk ist aber, dass das Starug es Aktiengesellschaften möglich macht, ihr Kapital zwischenzeitlich auf null zu setzen, bevor sie es wieder erhöhen. Außerdem plant Varta auch einen Schuldenschnitt und man will sich von der Börse zurückziehen, ohne die Aktionäre zu entschädigen. Danach soll es aber wieder Varta-Aktien geben. Die würden aber nur an den Mehrheitseigner Michael Tojner und Porsche gehen, was sich beide jeweils 30 Millionen Euro kosten ließen.

(ID:50300126)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung