Hermle Generative Fertigung als Dienstleistung

Redakteur: Rüdiger Kroh

Mit dem Metallpulver-Auftragverfahren (MPA) steigt Hermle jetzt in die generative Fertigung ein. Die Hermle Maschinenbau GmbH mit Sitz in Ottobrunn, eine 100-prozentige Tochter der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG, bietet die MPA-Technik ausschließlich als Dienstleistung Hermle-Kunden an.

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„Das MPA-Verfahren eignet sich bestens für großvolumige Bauteile mit nahezu beliebiger Innengeometrie”, erkärt Rudolf Derntl, Geschäftsführer der Hermle Maschinenbau GmbH.
„Das MPA-Verfahren eignet sich bestens für großvolumige Bauteile mit nahezu beliebiger Innengeometrie”, erkärt Rudolf Derntl, Geschäftsführer der Hermle Maschinenbau GmbH.
(Bild: Kroh)

„Wir verkaufen nicht die Maschinen, weil die MPA-Technik ein gewisses Know-how erfordert und wir bei Hermle das Verfahren beherrschen”, begründet Franz-Xaver Bernhard, Vorstand der Hermle AG, das Geschäftsmodell. Ziel sei es, Bauteile ausfindig zu machen, die mit anderen generativen Verfahren oder zerspanend nicht herstellbar sind.

MPA-Technik ist ein thermisches Spritzverfahren für Metallpulver

Hermle Maschinenbau beschäftigt derzeit 20 Mitarbeiter und verfügt über drei MPA-Maschinen. „Darauf können wir wiederholgenau Bauteile für unsere Kunden fertigen, bei Auftragsraten von 3 cm3/min”, berichtet Geschäftsführer Rudolf Derntl. Die Integration einer Auftragseinheit in das Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum C 40 erlaube hybride Fertigungsprozesse, bei denen Materialauftrag und Zerspanung in einer Maschine kombiniert sind.

Die MPA-Technik ist ein thermisches Spritzverfahren für Metallpulver. Für den Materialauftrag werden Pulverpartikel über ein Trägergas auf sehr hohe Geschwindigkeiten beschleunigt und über eine Düse auf das Substrat aufgebracht. Der Materialauftrag erfolgt schichtweise immer so weit, wie die jeweiligen Bauteilkonturen zur Fräsbearbeitung zugänglich sind. Nach der Bearbeitung der Konturen folgt dann wieder ein Wechsel in das Auftragverfahren. „Das MPA-Verfahren eignet sich bestens für großvolumige Bauteile mit nahezu beliebiger Innengeometrie”, betont Derntl.

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