Größte Krise seit 1949 Gesamtmetall befürchtet 150.000 Jobs weniger

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Noch für dieses Jahr rechnet der Arbeitgeberverband Gesamtmetall damit, dass rund 150.000 Stellen verloren gehen könnten ...

Oliver Zander, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, muss die Alarmglocken läuten lassen. Denn Deindustrialisierung und viele weitere Probleme würden immens Arbeitsplätze kosten, wenn es so weitergehe ...(Bild:  Gesamtmetall)
Oliver Zander, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, muss die Alarmglocken läuten lassen. Denn Deindustrialisierung und viele weitere Probleme würden immens Arbeitsplätze kosten, wenn es so weitergehe ...
(Bild: Gesamtmetall)

Bis zu 150.000 Arbeitsplätzen könnten noch in diesem Jahr in der Metall- und Elektroindustrie verloren gehen. Denn Deutschland steckt mitten in einer Deindustrialisierung und die Aussichten sind sehr düster. „Die Situation ist wirklich dramatisch“, kommentierte Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Seine Branche befinde sich demnach in der größten Krise seit Gründung der Bundesrepublik. Als Ursachen macht Zander wie viele Verbandsvertreter hohe Kosten für die Unternehmen am Standort Deutschland aus. Denn das Land wird bekanntlich durch zu hohen Energiekosten, zu hohen Unternehmenssteuern, zu hohen Sozialabgaben nebst überbordender Bürokratie geplagt.

Es gilt, Bürokratie und Bürokraten abzubauen

Bei der Reduzierung der Bürokratie fehle eine systematische Herangehensweise. „Wir sind in der Tierseuchenbekämpfung systematischer als beim Bürokratieabbau“, so Zander. Man müsse natürlich auch Bürokraten abbauen – in den öffentlichen Verwaltungen gebe es zu viel Personal, das auch deren Haushalte belaste. Zander zog dabei auch eine Bilanz des Arbeitsplatzabbaus in der Branche: „Wir sind seit zwei Jahren in einer Rezession. Seit 2018 haben wir schon 270.000 Arbeitsplätze verloren!“ Die Branche sei dabei im vergangenen Monat auf unter 3,8 Millionen Beschäftigte gefallen. Das hatten man laut seiner Aussage zuletzt 2015. Mehrere Großaufträge aus dem Verteidigungssektor hatten im letzten Quartal 2025 immerhin für ein deutliches Auftragsplus in der Metall- und Elektroindustrie gesorgt. Bereinigt um die meist staatlich finanzierten Rüstungsaufträge sei die Auftragslage aber nach wie vor im Keller.

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