Gewindeherstellung Gewindefräser reduziert die Bearbeitungszeit auf ein Drittel
Beim Drehen von konischen Innengewinden in Gasventilgehäusen gibt es häufig Problemen durch lange Wirrspäne. Mehrzahnige Gewindefräser sorgen nicht nur für kurze Späne, sondern verringern auch die Bearbeitungszeit für ein 25 mm tiefes Gewinde von 10 auf 3 min.
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Mit mehrschneidigen und mehrzahnigen Gewindefräsern der Modellreihe MiTM von Vargus hat ein Hersteller von Gasarmaturen seine Fertigung optimiert. Bisher drehte das Unternehmen konische Innengewinde nach DIN 477 mit 27,4 mm × 1,811 mm in Gasventilgehäusen sowie Schlauch- und Rohrleitungsfittings. Diese bestehen aus einer gasdichten, korrosionsfesten Stahllegierung. Bei radialer Zustellung und 60 m/min Schnittgeschwindigkeit waren bis zu 35 Durchgänge mit dem Drehwerkzeug erforderlich. Das dauerte für ein komplettes, 25 mm tiefes Gewinde 10 min.
Kurze Späne vermeiden Produktionsunterbrechungen beim Gewindefräsen
Mehrfach mussten die Maschinenbediener den Drehprozess unterbrechen, um lange Wirrspäne zu entfernen. Zwischen Drehwerkzeug und Werkstück eingeklemmte Späne verursachten häufig Ausbrüche an den Wendeschneidplatten und schlechte Oberflächen an den Gewindespitzen und -flanken. Nach nur etwa 15 Gewinden waren die Schneiden verschlissen und mussten gewechselt werden.
Wesentlich produktiver fertigt der Hersteller von Gasarmaturen inzwischen die konischen Gasgewinde durch Fräsen mit einem Gewindefräswerkzeug MiTM25. Es ist mit zwei mehrzahnigen Gewindeschneidplatten aus der Hartmetallsorte VTX bestückt. In nur zwei Durchgängen bearbeitet das Fräswerkzeug bei 50 m/min Schnittgeschwindigkeit und 0,04 mm Zahnvorschub das konische Gewinde fertig. Dabei entstehen unabhängig vom bearbeiteten Werkstoff kleine, kurze Späne. Diese führt die extern zugeleitete Kühlemulsion problemlos aus dem Eingriffsbereich der Schneiden ab.
Kompletter Vorgang beim Gewindefräsen auf 3 min. reduziert
Für ein komplettes Gewinde dauert der Fräsvorgang nur knapp 3 min. Mit einem Satz Gewindeschneidplatten R25128.8W lassen sich mehr als 500 Werkstücke bearbeiten. Bis zur deutlich erkennbaren Verschleißgrenze der Wendeschneidplatten fertigt das Fräswerkzeug stets Gewinde mit gleichbleibend guten Oberflächen an den Gewindeflanken und einwandfreien Gewindespitzen.
Somit hat der Armaturenhersteller mit den Gewindefräswerkzeugen und der dazu von Vargus entwickelten Frässtrategie mehrere Verbesserungen verwirklicht. Zum einen hat er durch Verkürzung der Bearbeitungszeit auf etwa ein Drittel der bisherigen Zeit die Produktivität erheblich erhöht. Zum anderen wurden die Prozesssicherheit und die Qualität erheblich verbessert. Die mehrzahnigen Gewindefräswerkzeuge der Baureihe MiTM gibt es für nahezu alle üblichen zylindrischen und konischen Standardbefestigungs- und -rohrgewinde nach ISO oder ANSI mit Monoblockgrundkörper sowie – bei größeren Durchmessern – als Aufsteckfräser. Für eine Vielzahl an Werkstoffen stehen beschichtete Hartmetall-Wendeschneidplatten zur Verfügung. Für Sondergewinde realisiert Vargus innerhalb kurzer Zeiten die erforderlichen Wendeschneidplatten und Werkzeuggrundkörper.
* Werner Kieninger ist Prokurist und Mitglied des Board of Directors der Neumo GmbH + Co. KG, Vargus Deutschland, 75438 Knittlingen
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