Glaubenskrise

Vertrauen in Umsatzprognosen erreicht Tiefstand

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Zölle und Cyber-Risiken verhageln die Stimmung

Das Vertrauen der CEOs hat auch aufgrund externer Risiken weiter abgenommen. Weltweit geben nämlich rund 20 Prozent an, dass sie in den nächsten 12 Monaten einem hohen oder extrem hohen Risiko für erhebliche finanzielle Verluste durch Zölle ausgesetzt sein werden, wobei die Gefährdung je nach Region stark variiert. Denn das beginnt von sechs Prozent im Nahen Osten und geht hin zu 28 Prozent auf dem chinesischen Festland bis zu 35 Prozent in Mexiko. Unter den US-amerikanischen CEOs geben 22 Prozent an, deshalb nicht ruhig schlafen zu können. Auch hat die Sorge beim Thema Cyberrisiken stark zugenommen. Denn 31 Prozent der CEOs halten das für eine große Bedrohung (24 Prozent im letzten Jahr). Angesichts dessen wollen 84 Prozent die Maßnahmen gegen geopolitische Risiken die Cybersicherheit im gesamten Unternehmen verstärken. Und die Ängste vor makroökonomischen Schwankungen (31 Prozent), technologischen Umbrüchen (24 Prozent) und geopolitischen Entwicklungen (23 Prozent) haben ebenfalls leicht zugenommen, während die Inflationsängste geringfügig zurückgegangen sind (von 27 im Vorjahr auf nun 25 Prozent).

Unternehmen müssen sich wohl oder übel neu erfinden

Trotz der schwierigen Aussichten wissen die CEOs, dass eine Neuerfindung der wesentliche Faktor für weiteres Wachstum ist. Über vier von zehn Befragten (42 Prozent) geben deshalb an, dass ihr Unternehmen in den letzten fünf Jahren begonnen hat, in neuen Sektoren zu agieren. Und unter denjenigen, die größere Akquisitionen planen, beabsichtigen 44 Prozent, außerhalb ihrer derzeitigen Branche zu investieren, wobei der Technologiesektor als der dafür attraktivste angesehen wird. Und 51 Prozent planen, im kommenden Jahr internationale Investitionen zu tätigen. Die USA, heißt es weiter, bleiben dabei das beliebteste Reiseziel, wobei sie für 35 Prozent zu den drei wichtigsten Märkten zählen. Großbritannien und Deutschland (beide 13 Prozent) sowie das chinesische Festland (11 Prozent) nehmen auch eine herausragende Stellung ein. Das Interesse an Indien hat sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt, denn 13 Prozent der CEOs, die internationale Investitionen planen, zählen das Land zu ihren drei bevorzugten Standorten.

Manager klagen außerdem über einen gewissen Zeitmangel

Es bestehen außerdem weiterhin Ausführungslücken. Nur jeder vierte CEO gibt an, dass sein Unternehmen hohe Risiken bei Innovationsprojekten toleriert, über disziplinierte Prozesse verfügt, um leistungsschwache Initiativen zu stoppen, oder ein definiertes Innovationszentrum respektive eine „Corporate Venturing“-Funktion ins Auge fasst. Aber auch die Zeit ist ein Hindernis! Denn CEOs geben an, dass sie 47 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Themen verbringen, die mit einem Zeithorizont von weniger als einem Jahr verbunden sind, während nur 16 Prozent der Arbeitszeit für Entscheidungen mit einem Zeithorizont von über fünf Jahren verbracht werden.

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