KI-Attacke! Google startet massive Chatbot-Offensive

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Chatbots wie ChatGPT haben Google oft ins Hintertreffen gebracht, wie es heißt. Doch der Internet-Riese geht jetzt zum Gegenangriff über, wie die dpa erfahren hat ...

Auf seiner Entwicklerkonferenz I/O hat Google jetzt verlauten lassen, wie es mit der Gemini-App weitergehen wird. Damit will man aber auch den Mitbewerbern das Leben schwerer machen ...(Bild:  Google)
Auf seiner Entwicklerkonferenz I/O hat Google jetzt verlauten lassen, wie es mit der Gemini-App weitergehen wird. Damit will man aber auch den Mitbewerbern das Leben schwerer machen ...
(Bild: Google)

Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O offenbarte Google in Sachen Chatbots nun seine Vision, wie seine Art von künstliche Intelligenz (KI) die User im Alltag auf Schritt und Tritt begleiten kann, um ihnen das Leben zu erleichtern. Eine zentrale Rolle spielen dabei auch Kameras von Smartphones und Computerbrillen, mit denen die KI erkennen kann, worauf der Mensch momentan schaut. Das Herzstück des Plans heißt Gemini – eben Googles Antwort auf ChatGPT und andere Chatbots. Hinter Gemini stecke ein Wirrwarr von KI-Modellen für verschiedene Aufgaben, die von der personalisierten Websuche bis hin zur automatisierten Kaufberatung reichten.

Google will die proaktive KI-App schaffen

Die Google-Manager ließen bei der Konferenz außerdem keinen Zweifel an den Ambitionen des Konzerns. Die ultimative Vision für die Gemini-App sei demnach, sie in ein universelles KI-System umzuwandeln. Dieses KI-System soll auf die Nutzer zugeschnitten sein und ihnen seine Dienste proaktiv anbieten, statt nur auf ihre Anfragen zu reagieren, wie man weiter erfährt. Die Basis für Googles Vorstoß ist die bekannte Rolle als dominierende Suchmaschine, die so gut wie alle Informationen im Netz erfasst und einen direkten Draht zu den Nutzern spannt. Im Wettbewerb mit den neuen KI-Rivalen bessere Google seine Websuche dann eben zugleich mit künstlicher Intelligenz auf. Das Ziel ist, dass man statt einer Liste von Weblinks häufiger ausführlichere Antworten bekommt und auch weitere Nachfragen dazu stellen kann, wie die Google-Entscheider erklären. Der erste Schritt, der dazu gemacht wurde, heißt ine Deutschland „Übersicht mit KI“.

Das wird die nächste KI-Stufe leisten

Die nächste Stufe ist laut Google der KI-Modus, der ausführlichere und argumentierte Antworten auf Suchanfragen geben kann. So könnte er zum Beispiel lernen, bei der Suche nach einem Hausgerät die Kaufberatung zu übernehmen. Und schaue man sich nach einer Wohnung oder Tickets für ein Event um, soll die Software in der Lage sein, eigenständig das Web zu durchsuchen, um die beste Auswahl zu finden. Wenn man das wolle, könne das Programm in diesem sogenannten „Agent Mode“ aber auch gleich den Besichtigungstermin für ein Apartment buchen. Und habe man einen Preisalarm zur Produktsuche eingerichtet, soll Gemini auch selbstständig zuschlagen können. Google demonstrierte auch, wie KI bei der Reparatur eines Fahrrads helfen kann. Dabei kann man Gemini nicht nur nach passenden Ersatzteilen fragen, und bitten, sie zu besorgen, sondern auch die Kamera des Smartphones auf einzelne Schrauben richten, um zu erfahren, welches Werkzeug man dafür braucht. Damit die Hände frei bleiben, wird diese Rolle die Kamera in Computerbrillen übernehmen.

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