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Eine integrierte Kamera nimmt in Blickrichtung Bilder auf und gibt diese dann an die Bildverarbeitung weiter. Über ein seitliches Touchpad am Brillenbügel lassen sich zudem die Bildschirminhalte und die Dialoge steuern. Und: Über Lautsprecher kann der Träger Informationen hören.
Programmierbarer PC vor den Augen
Google Glass kann mehr sein, als nur ein Bildschirm vor den Augen, trotzdem wird sie für Andreas Thome keinen großen Umbruch in der Fabrik auslösen. „Eine Revolution bedingt den vollständigen Bruch mit vorangehenden Zuständen. Das ist meiner Meinung nach aber mit Google Glass nicht der Fall: Es wird keines der anderen bislang dagewesenen mobilen Geräte verschwinden, nur weil Datenbrillen das Feld betreten.“ Für ihn ist Google Glass: „Ein programmierbarer Computer permanent an den Sinnesorganen, in Kombination mit freier Verfügbarkeit der Hände.“
Wer Google Glass in die Steuerungstechnik einbinden will, kann dies über die Automatisierungssoftware Twincat. Das könnte dann so ablaufen: Die Brille kommuniziert mit einem Webserver, der den Status der Twincat-gesteuerten Maschine bereitstellt. Die Google-Brille empfängt und stellt diesen Maschinenzustand in Form von Signalwerten oder Fehlermeldungen dar und weist gegebenenfalls auf den genauen Fehlerort hin. Auch das Quittieren und Zurücksetzen der Maschinenzustände ist direkt an der Brille möglich.
Akzeptanz auf breiter Front erwartet
Noch ist Google Glass neu, noch gehört sie nicht zum Dresscode in der Fabrik, aber weitere Einsatzfälle stehen bevor. Denn nach der Premiere in Nürnberg geht Beckhoff mit weiteren Studien an die Öffentlichkeit. Messebesucher der Prolight + Sound in Frankfurt konnten bereits eine mögliche Anwendung im Bereich Bühnen- und Showtechnik erleben, auf der Hannover Messe gab die Brille ihren Einstand in der Smart Factory. Wann Google Glass allgegenwärtig in der Fabrik sein wird, das steht für Andreas Thome fest: „Sicherlich nicht vor 2016 – diese Zeit wird es mindestens benötigen, um einerseits die wirklich nützlichen Ideen und Anwendungen zu entwickeln und andererseits die Akzeptanz auf breiter Front herzustellen.“
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