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Der VDW ist nach eigenen Angaben bewusst mit seinen Veranstaltungen in die chinesische Provinz gegangen. In den vergangenen Jahren hätten sich im Riesenreich China viele potente Industrieregionen entwickelt, die zu bedienen für deutsche Werkzeugmaschinenhersteller nicht immer ganz einfach sei.
Drei starke Industriestandorte in China ausgewählt
„Die drei Veranstaltungsorte stehen für große wirtschaftliche Kraft mit den für unsere Werkzeugmaschinenindustrie wichtigen Abnehmerbranchen Automobil- und Zulieferindustrie, allgemeiner Maschinenbau, Elektronikindustrie und metallverarbeitende Industrie“, begründet Schäfer die Standortwahl.
„Als Marktführer in unserem Bereich gehören gerade Chongqing und Wuhan zu den wichtigsten Industriezentren in China. Eine breite Abdeckung in Vertrieb und Service ist unerlässlich. Das ist vor dem Hintergrund der enormen Größe Chinas für unsere Unternehmensgruppe immer wieder eine Herausforderung, der wir uns durch persönliche Präsenz stellen müssen“, sagt Dr. Frank Reichel, Werkleiter, Niles Werkzeugmaschinen GmbH, Berlin.
Rund 770 chinesische Kunden folgten laut VDW-Mitteilung über die drei Veranstaltungstage den Vorträgen über neue Maschinen und Services für den chinesischen Markt. „Es ist eine hervorragende Gelegenheit für Mitarbeiter unseres Unternehmens, an einem Tag die Präsentationen so vieler namhafter deutscher Werkzeugmaschinenhersteller über neue Verfahren für die Automobilindustrie geboten zu bekommen“, begründet Chen Xi, Vice Manager des Motorenherstellers Zongshen, Chongqing, seine Teilnahme an dem Symposium.
Chinesische Politiker zeigen Unterstützung für VDW-Symposien
Dass die Symposien von chinesischer Seite hoch geschätzt werden, zeige die politische Unterstützung. In allen drei Städten ließen es sich hochrangige Vertreter der Stadtregierungen nicht nehmen, die Symposien zu eröffnen, wie der Verband berichtet. „Deutsche Werkzeugmaschinentechnologie wird in China sehr geschätzt. Wir begrüßen die Initiative des VDW, ein Matchmaking in der Industriemetropole Wuhan zu veranstalten. Wuhan und die Region bieten insbesondere in der Automobilindustrie viele Absatzmöglichkeiten für die deutschen Firmen, mit denen wir verstärkt zusammen arbeiten wollen“, stellt Jia Yaobin, Executive Vice Mayor of Wuhan Municipal People´ s Government, in seiner Eröffnungsrede heraus.
„China wird auch in Zukunft das Zugpferd für unsere Branche bleiben“, ist Schäfer überzeugt. Mit einem Anteil von 37 % am Weltwerkzeugmaschinenverbrauch, 30 % am deutschen Export und 36 % am deutschen Auftragseingang bereits im Jahr 2011 dominiere der Abnehmer China auf vielen Feldern, Tendenz weiter steigend.
Die Entwicklung der chinesischen Industrie weg vom Billigproduzenten hin zum Hersteller höherwertiger Güter, die auch im Weltmarkt konkurrieren können, begünstige die Nachfrage nach anspruchsvollerer Fertigungstechnik. Die könnten deutsche Anbieter liefern. Deshalb stünden die deutschen Firmen vor der Herausforderung, über die großen Automobilisten und ihre Zulieferer hinaus chinesische Kunden in der Breite zu erschließen.
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