Werkzeug-Logistik Großinvestor Warren Buffet steigt bei Kromi Logistik ein

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Kromi Logistik AG hat eine Kooperation mit dem multinationalen Zerspanungswerkzeug-Hersteller IMC Group beschlossen. Dabei wird sich IMC, einer der weltweit größten Produzenten von Zerspanungswerkzeugen gehört, an Kromi beteiligen, wie das Hamburger Unternehmen mitteilt. Die IMC Group gehört zu 80% dem US-Investmentkonzern Berkshire Hathaway, der vom Großinvestor Warren Buffet kontrolliert wird.

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Neben Buffet, einem der reichsten Männer der Welt, hält die Wertheimer-Familie die übrigen 20% der Anteile. IMC ist laut Kromi-Mitteilung in mehr als 65 Ländern aktiv und vereint Werkzeughersteller wie Iscar, Ingersoll, Tungaloy, Taegutec unter ihrem Dach. Auch Nischenanbieter wie IT.TE.DI., Unitac, UOP oder Wertec gehören zum Konzern.

Kromi stärkt Tool Management von IMC

IMC will mit Kromi zusammenarbeiten, um seine Position bei den Kunden zu stärken, für die das Unternehmen Tool Management betreibt, und um diesen Kunden bessere Dienstleistungen anbieten zu können. Kromi, die laut eigenen Angaben zu den führenden Anbietern in der Versorgung mit Zerspanungswerkzeugen zählt, werde durch diese Kooperation eine erhebliche Ausweitung des Geschäftspotenzials und eine Stärkung ihrer internationalen Strategie erfahren.

Um die Kooperation zu stärken, wurde zudem eine Beteiligung von IMC bei Kromi vereinbart. Dazu wird Kromi von der bestehenden Ermächtigung zu einer Barkapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Gebrauch machen und insgesamt 374900 neue Aktien ausgeben. Diese Aktien werden zu einem Platzierungspreis von 10 Euro je Aktie von IMC übernommen.

IMC übernimmt 9,09% an Kromi

Mit der Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister wird der IMC-Anteil an Kromi daher 9,09% betragen. Aus der Kapitalerhöhung fließen Kromi voraussichtlich rund 3,75 Mio. Euro zu, mit der die Expansion des erwarteten weiteren Geschäftes finanziert werden soll.

Kromi wird im Rahmen dieser Kooperation ihr Geschäft auch weiterhin herstellerunabhängig und damit entsprechend ihrem bisherigen Geschäftsmodell betreiben, heißt es. Die Gesellschaft werde daher die Kunden weiterhin uneingeschränkt mit der bisherigen Palette von Werkzeugen namhafter Hersteller versorgen.

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