Beschaffung Gute Zusammenarbeit von Finanzabteilung und Einkauf bringt Wettbewerbsvorteile

Redakteur: Stéphane Itasse

Unternehmen nehmen Lieferketten nicht wichtig genug: Nach einer Studie des Marktforschers Loudhouse im Auftrag des Beschaffungssoftware-Herstellers Basware steht die Kosteneinsparung bei Chief Financial Officers (CFOs) in der Prioritätenliste vor dem Risikomanagement. CFOs unterschätzen die Bedeutung einer strengen Steuerung der Lieferketten durch die Beschaffungsabteilungen, wie Basware berichtet.

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64% der befragten CFOs räumen Kosteneinsparungen die höchste Priorität ein. Gleichzeitig treten strategische Ziele für die meisten Finanzverantwortlichen in den Hintergrund: Nur für 39% der Auskunftgeber ist die Risikoanalyse ein wichtiges Thema, weitere 39% sind der Meinung, dass eine stabile oder höhere Gewinnspanne entscheidend sei.

Finanzabteilung und Einkauf kooperieren nicht oft

Weniger als die Hälfte (46%) der befragten Finanzverantwortlichen realisierten in ihren Unternehmen eine Zusammenarbeit zwischen Finanz- und Beschaffungsabteilungen. Zudem seiend nur 50% der Einkaufsprozesse automatisiert, was das Fehlerrisiko erheblich vergrößert, wie es heißt. 28% der Studienteilnehmer seien der Meinung, dass die Beschaffungsprozesse eines Unternehmens signifikante Auswirkungen auf die finanzielle Situation haben können.

Weiterhin zeige die Studie, dass Unternehmen wichtige Daten und Prozesse nicht angemessen erfassen und somit eine transparente Unternehmensbuchhaltung verhinderzrn. Die befragten CFOs erklärten, dass nur 42% der indirekten Ausgaben – beispielsweise für Marketing oder Consulting – von ihren Unternehmen erfasst werden.

Finanzabteilung muss Bedeutung der Lieferketten erkennen

„Einige der Insolvenzen der letzten zwölf Monate beruhen unter anderem auf Störungen innerhalb von Lieferketten. Finanzabteilungen weltweit haben es jahrzehntelang versäumt, den tatsächlichen Wert ihrer Beschaffungsabteilungen zu erkennen“, kommentiert Adrian Done, Professor an der IESE Business School, die Untersuchungsergebnisse. Dass nur 46% der Finanzdirektoren eine Integration der Beschaffungs- und der Finanzabteilung als wichtig erachteten, sei alarmierend. Es verdeutliche die Kluft zwischen beiden Abteilungen, die angesichts der wirtschaftlichen Situation enger als je zuvor zusammenarbeiten müssten.

Die Studie „Cost of Control“ ist den Angaben zufolge die erste globale Umfrage, die sich mit den Anliegen von Finanz- und Beschaffungsabteilungen beschäftigt, heißt es weiter. Sie wurde unter 550 Unternehmen aus Deutschland, Großbritannien, Skandinavien, Spanien, Frankreich, Benelux und den USA durchgeführt.

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