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Redakteur: MM

Umreifungsbänder aus Polyester sichern Paletten für den Transport schwerer Aluminiumbleche. Das Umreifen von schweren Ladungsgütern erfolgt häufig noch mit dem guten alten Stahlband. Anwender müssen...

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Umreifungsbänder aus Polyester sichern Paletten für den Transport schwerer AluminiumblecheDas Umreifen von schweren Ladungsgütern erfolgt häufig noch mit dem guten alten Stahlband. Anwender müssen damit allerdings auch die systembedingten Nachteile akzeptieren. Mit den neuen hochfesten Kunststoff-Umreifungsbändern eines deutschen Herstellers lassen sich diese jedoch vermeiden und dazu noch Geld sparen. Die Nachteile des Stahlbandes haben viele Anwender bereits leidvoll feststellen müssen: geringe Dehnbarkeit, Korrosion sowie die latente Unfallgefahr. Stahlbänder federn nach der Durchtrennung nämlich schlagartig auf, was oftmals zu Schnitt- und Augenverletzungen führt. Aufgrund der geringen Witterungsbeständigkeit rosten die meisten Stahlbänder sehr leicht. Es gibt am Markt zwar veredelte, korrosionsfeste Stahlbänder, die je nach Umgebungsverhältnissen nicht oder zumindest kaum rosten, diese sind in der Regel jedoch teurer als Kunststoff-Umreifungsbänder. Der wohl gravierendste Nachteil der Stahlbandausführungen stellt deren kaum vorhandene Dehnbarkeit dar. Beim Umreifen von Holzkisten beispielsweise kann die anfänglich starke Spannung plötzlich sehr locker werden, weil das Holz trocknet und damit schrumpft. Das Kunststoffband vermag mit seiner elastischen Dehnbarkeit von etwa 12% mehr als das Elffache an Schrumpf auszugleichen als das Stahlband mit seiner geringen Elastizitätsdehnung von nur 1%. Einige Polyesterbandsorten verkraften sogar noch höhere Dehnungen und bleiben dabei elastisch. Vor allem die geringe Dehnbarkeit der Stahlbänder verursachte beim Aluminiumhersteller VAW, Hamburg, häufiger Transportschäden. Die Norddeutschen produzieren an diesem Standort mit rund 500 Mitarbeitern im 3- beziehungsweise 4-Schicht-Betrieb Alu-Coils mit Breiten bis 1700 mm und Dicken bis 6,35 mm. Einige dieser Coils werden dann auf zwei Querteilanlagen zu Platten mit Längen bis zu 11 m geschnitten. Die Kunden verwenden die Alu-Platten zum Fassadenbau oder als Tiefziehmaterial für Verpackungen. Vor allem die Fassadenqualität darf keine Kratzspuren aufweisen.Bei der Ladungssicherung mittels Stahlbänder schrumpften die Holzpaletten bei Witterungsänderungen so stark, dass die Blechpakete nicht mehr ausreichend gesichert waren. Beim Transport verschoben sich die einzelnen Platten gegeneinander und das Resultat waren Kratzer auf den Oberflächen.Dies war natürlich inakzeptabel und eine missliche Ausgangssituation. Um diese Qualitätsproblematik in den Griff zu bekommen, sah man sich am Markt nach Alternativen um. Das Konzept der Sander GmbH & Co. KG, Wuppertal, hochfeste Sanderit-Kunststoffumreifungsbänder aus Polyester (PET) einzusetzen, überzeugte die Verantwortlichen.Im Januar 2001 rüsteten die Ingenieure in Hamburg die erste Querteilanlage (QT1) mit einer Umreifungsmaschine vom Typ Vario-Master 9470 aus. Im April wurde die QT2-Linie mit dem gleichen Modell bestückt, jedoch zusätzlich mit einer Querverfahrung ausgerüstet.Die Umreifungsmaschinen der Baureihe Vario-Master 9470 bestehen aus einem soliden, biege- und torsionssteifen Stahlprofil. Die bewährte 2-Säulen-Konstruktion der Maschinen sowie der Synchronlauf des Senk- und Hubwerkes über hoch belastbare Führungsleisten und spieleinstellbare Stützrollen sorgen für einen zuverlässigen Betrieb selbst im 3- oder 4-Schicht-Betrieb an allen Tagen im Jahr. Der Antrieb des Hubwerkes erfolgt über einen polumschaltbaren Getriebebremsmotor und Zahnstangenantrieb. Damit ist ein sicherer und leiser Lauf garantiert. Der Bandrahmen bei dieser Konstruktion ist immer geschlossen und sorgt damit für eine extrem zuverlässige Umreifung. Bei dem Aluminiumhersteller kommt die Version mit Teleskopreif und automatischer Höhenerkennung zum Einsatz.Der Hubwagen ist mit einem Hochleistungsumreifungsaggregat vom Typ GS-41-HT bestückt. Das Kürzel HT steht für High-Tension, das bedeutet, es handelt sich um die Schwerlastversion, die Bandspannungen von über 5500 N aufbringt. Der Umreifungsverschluss erfolgt bei allen Modellen nach dem Reibschweißverfahren. In Verbindung mit der neuen Schweißstempelaufnahme ermöglicht dieses hohe Verschlusskräfte bei geringst möglicher Wartung. Es arbeitet zudem sehr umweltfreundlich. Teure und aufwendige Filter und Absauganlagen, wie sie zum Absorbieren der toxischen Dämpfe bei der Heißkeilverschweißung von Polyesterbändern in der Regel erforderlich sind, werden nicht benötigt. Ein elektronischer Drehmomentwandler gewährleistet dem Kunden eine hohe Verfügbarkeit sowie die optimierte Nutzung der Polyesterbänder.Mit der Schwerlastausführung lassen sich sowohl Polypropylen-(PP-)Umreifungsbänder wie solche aus Polyester (PET) bis zu einer Größe von 20 mm 3 1,0 mm verarbeiten. PET-Bänder des Wuppertaler Herstellers werden derzeit bis zu einer Breite von 32 mm sowie Dicken bis zu 1,27 mm geliefert. Sie weisen Bandfestigkeiten von über 10 000 N auf. Die Umreifungsmaschinen sind sehr einfach bedienbar. Bereits nach kurzer Einweisung kommt man mit den Maschinen gut zurecht. Aufgrund kleiner Losgrößen wechseln die Produkte innerhalb einer Schicht recht häufig. Über die Maschinensteuerung lässt sich das betreffende Programm jedoch sehr schnell abrufen und einstellen. Die Umrüstzeiten sind deshalb minimal.Mittels dem Polyesterband werden die Aluminiumplatten nunmehr sehr viel fester umreift. Selbst nach starken Witterungsänderungen bleibt die Umreifung stabil. Der Schrumpfanteil wird vom PET-Kunststoffband vollständig kompensiert. Das Kunststoffband schmiegt sich zudem viel besser um die Kanten. Bei empfindlichen Produkten verursachen die Kunststoffbänder weniger Kantenbeschädigungen, weil die Spannkräfte flächiger anliegen. Seit die neue Umreifungstechnik genutzt wird, ging die Anzahl der Kunden-Reklamationen deutlich zurück.

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