Reicht noch nicht Habeck will Strompreise für Industrie noch weiter senken

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat energieintensiven Industrie wie dem Glassektor Entlastungen versprochen ...

Robert Habeck hat den Glasverpackungshersteller Ardagh Glas besucht. Dabei wurde klar, dass die Strompreise für die Industrie generell noch weiter sinken müssen ...(Bild:  Schraderhuber)
Robert Habeck hat den Glasverpackungshersteller Ardagh Glas besucht. Dabei wurde klar, dass die Strompreise für die Industrie generell noch weiter sinken müssen ...
(Bild: Schraderhuber)

Bei einem Besuch der Glaswerke Ardagh Glas GmbH in Obernkirchen in Niedersachsen machte Robert Habeck deutlich, dass die Strompreise nach kräftigen Preissteigerungen nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine deutlich gesunken sind, aber das Preisniveau noch weiter gesenkt werden muss. Das gelinge durch den Ausbau der erneuerbaren Energien, was den Strompreis senke, und ein Marktdesign, das energieintensiven Unternehmen ermögliche, diesen Strom auch günstig zu beziehen. Handlungsbedarf bestehe aber bei der Befreiung von Netzentgelten, denn diese zahlten die Kunden für die Stromnetze. Die Befreiung laufe als industriepolitische Unterstützungsmaßnahme aus. Die EU-Kommission werde das wahrscheinlich auch nicht mehr genehmigen. Die Bundesregierung arbeitet an anderen Möglichkeiten, wie es weiter heißt.

Glasherstellung mit Strom ist umweltfreundlicher als mit Gas

In dem Ardagh-Werk in Obernkirchen ist seit dem vergangenen November eine neue Schmelzwanne in Betrieb, die hauptsächlich mit Strom betrieben wird statt wie herkömmlich vor allem mit Erdgas. Dadurch werden die CO2-Emissionen nach Unternehmensangaben deutlich verringert, heißt es. Geschäftsführer Jens Schaefer sagte aber, dass der Betrieb der Schmelzwanne mit Strom teurer ist als mit Gas. Deshalb seien Entlastungen bei den Strompreisen notwendig. Geschehe das nicht, komme zunehmend Billigglas aus dem Ausland nach Deutschland, das nicht dekarbonisiert sei. Ardagh Glass Packaging stellt in acht deutschen Glaswerken täglich übrigens über zehn Millionen Glasbehälter für den Einsatz in der Lebensmittel- und Getränkebranche sowie pharmazeutischen Industrie her.

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