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Helsing baut resiliente Drohnenfabrik in München

Quelle: Süddeutsche Zeitung 2 min Lesedauer

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Wie andere Medien, wie etwa die dpa, bereits berichteten, will der Drohnenspezialist Helsing bei München ein neues Werk bauen, um für alle Fälle gerüstet zu sein ...

Das eigentlich auf übliche Kampfdrohnen spezialisiete Start-up Helsing rüstet sich mit den Plänen für ein neues Werk nahe München für kommende Aufträge der Militärs. Vielleicht huschen in Zukunft auch die neuen KI-Kampfflugzeuge des Typs CA-1 UAV (Bild) dort aus den Hallentoren.(Bild:  Helsing)
Das eigentlich auf übliche Kampfdrohnen spezialisiete Start-up Helsing rüstet sich mit den Plänen für ein neues Werk nahe München für kommende Aufträge der Militärs. Vielleicht huschen in Zukunft auch die neuen KI-Kampfflugzeuge des Typs CA-1 UAV (Bild) dort aus den Hallentoren.
(Bild: Helsing)

Der Drohnenhersteller Helsing ist offensichtlich dabei, eine 3-stellige Millioneninvestition in eine neue Fabrik zu leisten. Das Werk soll in der Nähe des Münchener Flughafens entstehen. Helsing hat dafür auch schon ein rund 25 Hektar messendes Grundstück in der Gemeinde Hallbergmoos gekauft. Nun gehe es um den entsprechenden Bebauungsplan. Das Grundstück habe man sich gesichert, um eine Option in der Hinterhand zu haben, damit Helsing seine Produktion bei Bedarf vergrößern könne. Das sagte jedenfalls der Helsing-Deutschlandchef Wolfgang Gammel. Wann aber gebaut wird und was wirklich dann dort in Sachen Rüstungssysteme vom Band laufen wird, ist laut Gammel noch nicht konkret entschieden. Auch nicht, wie viele Arbeitsplätze damit angeboten werden können. Das, so Gammel, hängt von den weiteren Entwicklungen und von den weiteren Aufträgen aus dem Rüstungssektor ab. Das 2021 gegründete Unternehmen ist mit einer Bewertung von zwölf Milliarden Euro übrigens eines der wertvollsten deutschen Start-ups.

Autonomes KI-Kampfflugzeug soll 2027 zu erstmals abheben

Helsing ist, wie gesagt, bisher für seine KI-Kampfdrohnen bekannt, die in der Ukraine eingesetzt werden. Außerdem baut man Unterwasser-Aufklärungsdrohnen. Ein Schwerpunkt ist die Steuerung der Maschinen mithilfe von künstlicher Intelligenz. Außerdem arbeite Helsing an der Entwicklung eines autonom fliegenden KI-Kampfflugzeugs. Gammel bestätigt: „Nächstes Jahr ist der Erstflug, da sind wir sauber im Zeitplan!“ Der Standort in Hallbergmoos soll nach seinen Worten eine sogenannte „Resilienzfabrik“ werden. Das heißt, sie bleibt im Falle eines Angriffs auf Deutschland funktionstüchtig bleiben sollen. Unterstützt wird das Vorhaben von der Staatsregierung. Dass sich Bayern dabei bundesweit in einem Standortranking mit vielen anderen durchsetzen konnte, freue auch den bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Und der Hallbergmooser Bürgermeister Benjamin Henn begrüßt die geplante Ansiedlung: „Das ist für uns als Gemeinde wichtig und für die ganze Region ein erheblicher technologischer Gewinn.“ Natürlich rufen solche Projekte auch wieder sofort die Kritiker auf den Plan, die ihre Argumente per Bürgerversammlung demnächst vorlegen werden.

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