Verhaltenes Verhalten Hermle-Auftragseingang hat nachgelassen

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Bei der Maschinenfabrik Hermle aus Gosheim macht sich, wie es heißt, im ersten Quartal 2024 die erwartete Investitionszurückhaltung der Industrie bemerkbar ...

Hermle aus Gosheim legt die Zahlen für das erste Quartal 2024 vor. Demnach haben von Januar bis Ende März die Hermle-Mühlen langsamer gemalen als üblich. Doch der Maschinenbauer sehe Land am Horizont, denn vor allem die Maschinen der Generation-2 (Bild) kämen gut an.(Bild:  Hermle)
Hermle aus Gosheim legt die Zahlen für das erste Quartal 2024 vor. Demnach haben von Januar bis Ende März die Hermle-Mühlen langsamer gemalen als üblich. Doch der Maschinenbauer sehe Land am Horizont, denn vor allem die Maschinen der Generation-2 (Bild) kämen gut an.
(Bild: Hermle)

Der Auftragseingang des schwäbischen Werkzeugmaschinen- und Automationsspezialisten Berthold Hermle AG nahm von Januar bis März 2024 im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode konzernweit um 11,9 Prozent ab (von ehemals 144,2 Millionen Euro auf jetzt 127 Millionen). Im Inland reduzierten sich die neuen Bestellungen nach Aussage der Gosheimer um 3,4 Prozent auf 43,2 Millionen Euro (Vorjahr: 44,7 Millionen). Was das Ausland betrifft, so sanken die Zahlen um 15,8 Prozent auf 83,8 Millionen Euro (Vorjahr: 99,5 Millionen). Der Auftragsbestand belief sich am Stichtag (31. März) auf 150,8 Millionen (130,5 Millionen Ende Dezember 2023). Im April 2024 hat sich der Nachfragerückgang, wie Hermle berichtet, außerdem fortgesetzt.

Hermle verliert über 15 Prozent an Umsatz

Der Hermle-Konzernumsatz ging in den ersten drei Monaten 2024 im Vergleich zum außerordentlich starken ersten Quartal 2023, das vom hohen Auftragsbestand des Vorjahres profitierte, um 15,2 Prozent auf 106,6 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 125,7 Millionen). Dabei verringerte sich das Geschäftsvolumen im Inland um 19,3 Prozent auf 38,5 Mio. Euro (zuvor 47,7 Millionen). Im Ausland gab es ein Minus von 12,7 Prozent (auf jetzt 68,1 Millionen Euro – Vorjahr 78 Millionen). Das Betriebsergebnis nahm wie prognostiziert deutlich überproportional ab. Außer der geringeren Auslastung waren dafür unter anderem spürbar gestiegene Personalkosten verantwortlich. Die Zahl der Angestellten der Hermle-Gruppe vergrößerte sich per 31. März 2024 auf 1.521 Personen (1.511 zum Jahresende 2023 und 1.415 am Vorjahresstichtag). Neueinstellungen gab es im Berichtszeitraum insbesondere im Bereich Automation sowie in Auslandsvertrieb und -service.

Hermle genießt überaus solides Kapitalpolster

Die Investitionen von Hermle lagen im ersten Quartal 2024 aber deutlich über dem Vorjahresniveau. Sie betrafen hauptsächlich die Erweiterung des Produktionsstandorts Zimmern. Aufgrund seiner, wie betont wird, soliden Finanz- und Vermögenslage – Ende März verfügte das Unternehmen weiterhin über eine Eigenkapitalquote von mehr als 70 Prozent – kann Hermle die mittelfristig notwendigen Kapazitätserweiterungsmaßnahmen deshalb auch im aktuell schwierigen Umfeld ohne die Aufnahme von Fremdkapital planmäßig umsetzen.

Hermle-Hausausstellung deutet bessere Zeiten an

Dass der Bedarf für Hermle-Produkte mittelfristig hoch bleiben dürfte, zeigte sich auf der diesjährigen Hausausstellung des Unternehmens, die Ende April für vier Tage am Stammsitz in Gosheim stattfand. Dort informierten sich nicht zuletzt über 2.500 Besucher von rund 1.100 Firmen aus gut 30 Ländern über das Angebot und die Innovationen von Hermle. Im Mittelpunkt des Interesses standen die neuen, mit moderner Hard- und Software ausgestatteten Generation-2-Modelle der Hermle-Bearbeitungszentren, sowie verschiedene Automatisierungssysteme mit unternehmenseigenen Digitalisierungsbausteinen, die für die wirtschaftlichere Fertigung bei der Zerspanung stehen, wie es weiter heißt. Damit unterstütze Hermle die Anwender auch bei der Bewältigung des wachsenden Fachkräftemangels.

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