Bearbeitungszentren

Hermle leidet sehr unter der Konjunktur

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Vor diesem Hintergrund rechnet Hermle im Gesamtjahr 2009 mit einem sehr deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang. Eine genaue Prognose sei angesichts der großen konjunkturellen Unsicherheiten nicht möglich. Der Vorstand hofft, dass sich die Nachfrage im Herbst 2009 belebt, da die Läger in vielen wichtigen Abnehmerbranchen leer geräumt sind.

Hermle muss notfalls auf Barreserven zurückgreifen

Ein schnelles Ende der Krise erwartet Hermle aber nicht, da die allenfalls zaghafte konjunkturelle Erholung erst spät in der Werkzeugmaschinenindustrie ankommen dürfte. Zumindest im dritten Quartal werde sich der Druck auf die Ertragsmarge in jedem Fall nochmals verstärken. Deshalb schließt das Unternehmen nicht aus, dass es 2009 seine hohen Cash- und Eigenkapitalbestände angreifen muss.

Soweit verkraftbar, will Hermle die Konjunkturkrise ohne Stellenabbau meistern. Zum Stichtag 30. Juni 2009 waren konzernweit 790 Mitarbeiter beschäftigt, 27 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Die Ausbildungsquote am Produktionsstandort Gosheim betrug über 12%.

Entwicklung neuer Bearbeitungszentren wird forciert

Während die meisten Unternehmensbereiche bei Hermle inzwischen kurzarbeiten, würden in den Forschungs- und entwicklungs- sowie Konstruktionsabteilungen Verbesserungen des Produktprogramms vorangetrieben, die marktreif sein sollen, sobald die Konjunktur wieder anzieht. Damit bereite sich Hermle auf die Zeit nach der Krise vor und stärke seine Wettbewerbsfähigkeit.

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