Werkzeugmaschinen Hermle steigert Umsatz um 31 %

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG, Gosheim, hat ihren Konzernumsatz in den ersten drei Monaten 2014 um fast 31 % auf 71,3 Mio. Euro gesteigert (Vorjahr: 54,5). Auch das Ergebnis hat sich deutlich erhöht, wie der Werkzeugmaschinenbauer am Mittwoch mitteilt.

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Dank neuer Maschinen wie dem Bearbeitungszentrum C 12 U rechnet Hermle mit einem Wachstum im oberen einstelligen Prozentbereich.
Dank neuer Maschinen wie dem Bearbeitungszentrum C 12 U rechnet Hermle mit einem Wachstum im oberen einstelligen Prozentbereich.
(Bild: Hermle)

Laut Mitteilung stieg das Geschäftsvolumen des schwäbischen Werkzeugmaschinenherstellers im Inland um knapp 16 % auf 29,7 Mio. Euro (Vorjahr: 25,7) und im Ausland um mehr als 44 % auf 41,6 Mio. Euro (Vorjahr: 28,8). Durch den guten Geschäftsverlauf habe sich im Berichtszeitraum auch die sehr Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von Hermle weiter verbessert.

Hermle auch mit Auftragseingang zufrieden

Die Auftragssituation entwickelte sich laut Hermle ebenfalls zufriedenstellend: Von Januar bis März 2014 seien konzernweit neue Bestellungen im Wert von 76,4 Mio. Euro eingegangen. Damit habe der Auftragseingang zwar unter dem außergewöhnlich hohen, durch größere Sonderprojekte geprägten 2013er Vergleichswert von 101,6 Mio. Euro, aber rund 5 Mio. Euro über dem aktuellen Quartalsumsatz und somit weiterhin auf einem soliden Niveau gelegen. Im Inland erhielt Hermle nach eigenen Angaben neue Bestellungen in Höhe von 37,7 Mio. Euro (Vorjahr: 28,9) und aus dem Ausland von 38,7 Mio. Euro (Vorjahr: 72,7). Der Auftragsbestand habe zum Stichtag 31. März 2014 gegenüber dem Jahreswechsel nochmals leicht auf 138,5 Mio. Euro zugenommen (31. Dezember 2013: 133,4).

Die Entwicklung im ersten Quartal untermauere die Prognose für das Gesamtjahr: 2014 rechnet Hermle mit einem Umsatz- und Ergebnisplus im oberen einstelligen Prozentbereich, sofern die Branchenkonjunktur erwartungsgemäß verläuft und die Situation auf den wichtigsten Auslandsmärkten stabil bleibt. Für die weitere Entwicklung bestünden allerdings Unsicherheiten aufgrund möglicher Auswirkungen des Ukraine-Konflikts.

Im Zuge der Geschäftsausweitung habe sich erneut auch die Zahl der Mitarbeiter im Hermle-Konzern vergrößert. Ende März 2014 beschäftigte das Unternehmen 913 Personen, 22 mehr als ein Jahr zuvor (Vorjahr: 891), wobei die Mitarbeiter aus Gemeinschaftsunternehmen in diesen Zahlen aufgrund neuer Bilanzierungsrichtlinien nicht enthalten seien.

Hermle baut derzeit neue Montagehalle

Die Investitionen erhöhten sich im Berichtszeitraum ebenfalls. Sie betrafen laut Mitteilung neben einer neuen Kunden- und Besucherbewirtung schwerpunktmäßig die Fertigung, Montage und Logistik sowie Hard- und Software für die Konstruktion. Darüber hinaus habe Hermle im April mit dem Bau einer zusätzlichen Montagehalle für die Automatisierungstechnik und einen Teil der Großmaschinen begonnen, die voraussichtlich im November bezugsfertig sein soll.

Zu Beginn des zweiten Quartals setzte sich die zufriedenstellende Auftrags- und Umsatzentwicklung fort, wie es weiter heißt. Das bestätige auch die Hausausstellung des Unternehmens in Gosheim, die auf große Resonanz gestoßen sei: Mit circa 2600 Gästen von über 1100 Firmen, darunter fast ein Drittel aus dem Ausland, habe Hermle einen Besucherrekord erreicht. Das Fachpublikum konnte sich dort laut MItteilung unter anderem über Hermle-Produktinnovationen wie das kompakte Bearbeitungszentrum C 12 U dynamic, ein neues Zusatzmagazin mit bis zu 192 zusätzlichen Werkzeugplätzen für verschiedene Maschinenmodelle und einen neuen Palettenwechsler mit 18-fach Speicher informieren.

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