Uraca Herzstück der Kohleverflüssigung

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Für die Kohlehydrierung sind Pumpen erforderlich, die im Dauerbetrieb arbeiten und einen Kohlebrei fördern. Dieses Fördermedium besteht aus 50% gemahlener Kohle und 50% eines heißen

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Für die Kohlehydrierung sind Pumpen erforderlich, die im Dauerbetrieb arbeiten und einen Kohlebrei fördern. Dieses Fördermedium besteht aus 50% gemahlener Kohle und 50% eines heißen Trägeröls. Es wird bei einem Druck von 210 bar und einer Temperatur bis 290 °C gefördert. Die Antriebsleistung der Großpumpe beträgt 750 kW. Diese anspruchsvolle Förderaufgabe erfordert aufgrund der gegebenen spezifischen Randbedingungen eine vom technischen Standard stark abweichende Pumpenkonstruktion. Die Pumpe muss im Bereich des Arbeitsraumes trotz einer erheblichen thermischen Belastung – insbesondere während des Anfahrprozesses – absolut dicht sein. Gleichzeitig wird der eigentliche Förderprozess durch eine spezielle Applikation des Ventilblocks mit einer patentierten Entmischeinrichtung sichergestellt.

Hochfeste temperaturbeständige Pumpenwerkstoffe in Verbindung mit dafür speziell integrierten Kühl- und Aufheizungseinrichtungen in den einzelnen Bauteilen stellen sicher, dass thermisch bedingte Größenänderungen möglichst übergreifend gleichmäßig erfolgen. So wird das Design, die Positionierung und Dimensionierung der Befestigungsschrauben des Arbeitsraums mit Hilfe von FEM-Simulationen ausgelegt. Die Entmischungseinrichtung im Flüssigkeitsteil in Verbindung mit einer speziellen Einspritzpumpe sorgt dafür, dass keine Kohlepartikel während des Prozesses in die Plungerabdichtung gelangen. Die separate Einspritzpumpe, die jeweils im Saughub Öl in die Packung der Maischepumpe spritzt, bewirkt dabei einen kontinuierlichen Fluss des Trägeröls in Richtung des Ventilraums. Mittels Sperrung und Spülung des Packungsteils wird ein Leckageaustritt in die Umgebung verhindert.

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