Steuerungen

High-End-CNC steuert Maschinen und Zuführung der Werkstücke

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Hat sich der sichere Ablauf des Programms beim Einrichten bestätigt, kann dieses ohne weitere Prüfung auf das zweite Fräs-/Drehzentrum gespiegelt werden. Schon steht die doppelte Fertigungskapazität zur Verfügung.

Neue CNC-Bedienoberfläche spricht Benutzer an

Vorteilhaft bewertet man bei Alzmetall auch die neue Benutzeroberfläche Sinumerik Operate von Siemens. Denn bei Alzmetall wird nicht direkt an der Maschine programmiert, das heißt, das Bedienpult wird nur zum Einrichten und Einfahren benötigt.

Dennoch war man von der neuen Benutzeroberfläche schnell überzeugt. Denn die Bedienoberfläche von Sinumerik Operate gleicht in vielen Details der eines PC (Bild 4). Beim Einrichten wird der Bediener durch grafische Darstellungen und animierte Bilder unterstützt. So gibt es beispielsweise selbsterklärende Icons in allen Ebenen, die als Favoriten konfiguriert werden können.

Zudem stehen viele intelligente Funktionen zur Verfügung, die unter anderem für das Messen von Werkzeugen und Werkstücken hilfreich sind. Dabei sind in Sinumerik Operate auch einfache Schwenkbefehle integriert, die das Einrichten der Maschine erleichtern.

CNC bietet auch Vorteile beim Programmieren an der Maschine

Andere Anwender der Fräs-/Drehzentren von Alzmetall programmieren auch direkt an der Maschine. Dann zeigt Sinumerik Operate noch weitere Vorteile: Denn bei dem System ist es gelungen, alle Bearbeitungstechniken in dem gleichen NC-Kern zu beheimaten. Dabei findet der Anwender stets die in gleichem Stil aufgebaute Bedienoberfläche. Damit können sowohl Fräs- als auch Drehvorgänge auf derselben Maschine programmiert und eingerichtet werden.

Grundsätzlich stehen drei unterschiedliche Programmiermethoden zur Auswahl: Shopmill oder Shopturn als grafisch unterstützte, werkstattorientierte Arbeitsschrittprogrammierung, Programguide als Zyklen-Unterstützung und die G-Code-Programmierung über DIN/ISO- und Sinumerik-Hochsprache.

Entscheidet sich der Anwender für Shopmill, erhält er eine grafisch animierte Oberfläche zur einfachen Arbeitsschrittprogrammierung. Stehen bei dem Hybridbearbeitungszentrum der GS-Reihe neben der Fräsbearbeitung auch Drehaufgaben an, ist auch das kein Problem. Denn der Bediener kann jederzeit auf verschiedenste Drehzyklen zugreifen, die aus Shopturn bekannt sind. Für diese Aufgabe ist es sogar möglich, die sonst quer liegende Drehachse senkrecht zu stellen, damit sie der tatsächlichen Ausrichtung entspricht.

Verbesserte Bewegungsführung sorgt für hohe Qualität und schont Maschine

Als weiteres, steuerungstechnisches Highlight kann die GS 1000/5-FDT mit dem Technikpaket Sinumerik M-Dynamics ausgestattet werden. Im Zentrum dieser Entwicklung steht die neue Bewegungsführung Advanced Surface. Experten von Siemens haben die Look-ahead-Funktionen nochmals verbessert und erreicht, dass die Geschwindigkeitsprofile benachbarter Fräsbahnen sich selbsttätig harmonisieren. So werden die geforderten hohen Oberflächengüten in extrem kurzer Zeit und mit höchster Qualität realisiert.

Zudem sorgt eine Ruckbegrenzung für sanftes Beschleunigen und Verzögern der Achsen – trotz extremer Dynamik. Das schont die Mechanik der Maschine und erhöht ihre Lebensdauer.

* Alois Penzkofer ist Seniorvertriebsbeauftragter und Global Account Manager bei der Siemens AG, Drive Technologies, Motion Control Systems in München. Michael Strahlberger ist Projektleiter in derselben Division in Erlangen

(ID:28547790)