Herone Hoch belastbare CFK-Profile produktiv und günstig fertigen
Neuartige Hohlprofile aus einem Faser-Thermoplast-Verbund sind eine erfolgreiche Entwicklung der Herone GmbH, einer Ausgründung des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der Technischen Universität Dresden.
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Die lasteinleitenden Elemente sind bei diesen Profilen angespritzt und bestehen laut Aussage der Forscher aus dem hoch belastungsfähigen Kunststoff CF-PEEK. Die Profile könnten beispielsweise für Antriebswellen oder Zug-Druck-Streben im Rahmen des Leichtbaus angewendet werden. Wie es weiter heißt, werden sie aus Endolsfasern in einem automatisierten Fertigungsprozess rund zehn Mal schneller hergestellt als Profile mit duromerer Matrix. Interessant soll diese Idee für die Luft- und Raumfahrt, die Medizin, den Rohstoffsektor sowie für die Automobilindustrie sein.
CFK-Hohlprofile mit Individualisierungseffekt
Ausgangsmaterial sind vorimprägnierte Faser-Kunststoff-Tapes, die im Flechtverfahren zu endkonturnahen Tape-Preformen, sogenannte „organotubes“, verarbeitet würden. Die Tapes werden automatisiert abgelegt und dabei so ausgerichtet, dass Lasten optimal aufgenommen werden, so die Forscher. Die Kombination thermoplastischer Vorteile mit der neuartigen Herone-Technologie ermögliche die individuelle Anpassung von Hohlprofilen bei zugleich höchster Performance und Einsatzeffizienz. Im Ergebnis setzen thermoplastische Verbundprofile von Herone, wie es weiter heißt, weltweit neue Standards bei der Wahl von Design, Material und Leistung. Diese Leistungsfähigkeit demonstriere Herone an CF-PEEK-Getriebewellen und Zug-Druck-Streben, welche in Zusammenarbeit mit dem ILK der TU Dresden und Victrex entwickelt, gefertigt und geprüft wurden im Rahmen der Composites Europe 2018 vom 6. bis 8. November in Stuttgart.
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