Wacker

Hocheffizient wirkender Schlagzähmodifkator für Epoxidharze

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Die zähmodifizierende Wirkung kommt dadurch zustande, dass sich die elastischen Silikonkerne bei Stoßeinwirkung anders verformen als die Harzmatrix. Als Folge der unterschiedlichen Deformationen verteilt sich die bei einem Stoß eingebrachte Energie über ein größeres Volumen als es im nichtmodifizierten Harz der Fall ist. Zudem wird die Energie in der Umgebung der Teilchen-Harz-Phasengrenze absorbiert.

Schlagzähmodifikator hält auch kalte Temperaturen aus

Daher können sich Risse, die in der Harzmatrix durch Einwirken von Stößen oder Schwingungen entstehen, nicht unkontrolliert ausbreiten. Weil die Silikondomänen bis herab zu etwa –110 °C weichelastisch sind, bleibt die zähmodifizierende Wirkung auch bei niedrigsten Temperaturen erhalten.

Epoxid-Reaktionsharze vernetzen zu Duromeren sehr hoher Festigkeit, Temperaturbeständigkeit und Chemikalienresistenz. Auch haften sie hervorragend auf vielen Substraten.

Wegen dieser Eigenschaften werden Epoxidharze in großem Umfang technisch verwendet. Sie bilden die Matrix vieler Strukturklebstoffe. Nachteil der ausgehärteten Epoxidharze ist ihre große Sprödigkeit. Insbesondere bei niedrigen Temperaturen sind sie anfällig gegen Stöße und andere dynamische Belastungen.

Mit dem Schlagzähmodifikator können nach Angaben von Wacker beispielsweise Klebschichten erheblich langlebiger und sicherer gemacht werden.

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