Fraunhofer ISE

Hocheffizientes induktives Ladesystem für Elektrofahrzeuge entwickelt

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Durch Kompensation mit speziellen Kondensatoren auf stationärer wie mobiler Seite sei der Blindleistungsbedarf der Spulen und ihres Streufeldes kompensiert worden. Auch zwischen der Leistungselektronik und den Spulen müsse keine Blindleistung ausgetauscht werden.

Induktive Elektroauto-Ladestation kann auch Strom ins Netz zurückspeisen

Zur Komplettierung des Ladesystems entwickelten die Freiburger Forscher nach eigener Auskunft auch einen bidirektionalen Wechselrichter zur Anbindung des stationären Teilsystems an das Netz sowie einen bidirektionalen Wandler zur Anbindung des mobilen Teilsystems an die Batterie. Das Ladesystem arbeite somit durchgehend bidirektional und könne sowohl Strom aus dem Netz ins Fahrzeug übertragen, als auch den zwischengespeicherten Strom aus der Fahrzeugbatterie ins Netz zurückspeisen. Für das so entstehende Gesamtsystem geben die Forscher einen Wirkungsgrad von bis zu 95 % an.

Die maximal übertragbare Leistung bei den Prototypen liege bei 22 kW. Damit sei es möglich, eine übliche Elektrofahrzeugbatterie in weniger als einer Stunde auf 80 % ihrer Nennkapazität zu laden. „Das kabellose Laden von Elektrofahrzeugen erhöht nicht nur den Komfort für den Nutzer, sondern ermöglicht auch eine effiziente und vom Nutzer unabhängige Verbindung des Fahrzeugs mit dem Stromnetz“, sagt Stefan Reichert, Teamleiter Netzintegration und Elektromobilität am Fraunhofer ISE.

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