Stahl

Hochfester Stahl zur Fertigung von formstabilen Profilen

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Die gefertigten Profile sind geometrisch stabiler, haben eine bessere Geradlinigkeit und eine günstigere Restspannungsverteilung im Querschnitt als konventionelle kaltgewalzte Bandstähle. Daher eignet sich dieser Stahl für Bauteile in komplexen mechanischen Anwendungen, zum Beispiel zur Herstellung von Profilschienen für Automobilsitze. Viele Vorteile dieses Mehrphasenstahls kommen der Automobilindustrie zugute (Bild 2 – siehe Bildergalerie).

Stahl-Werkstoff bewährt sich bereits

In Südkorea werden beim Automobilzulieferer Johnson Controls bereits Sitzschienen aus diesem Stahl gefertigt (Bild 3). Dort ist man von der Gesamtqualität des Werkstoffs, einschließlich der sehr guten Biegeeigenschaften, überzeugt.

Dazu trug wesentlich die enge Zusammenarbeit in der Entwicklungsphase bei. So stand SSAB von Anfang an in engem Kontakt mit Profilier-Unternehmen.

Profilhersteller trieb Entwicklung des Stahl-Werkstoffs voran

Der Wunsch der Profilhersteller, mit Hilfe engerer Radien steifere Konstruktionen und damit eine weitere Gewichtseinsparung zu realisieren, trieb schließlich die Entwicklung voran. Insbesondere bei der Entwicklung von Stählen für Nischenmärkte ist es wichtig, immer im Dialog mit Verarbeitern und Endkunden zu bleiben. Nur so lassen sich Trends frühzeitig erkennen.

In groß angelegten Testreihen wurde der Stahl getestet und die gewonnenen Daten ausgewertet. Aufgrund der Testergebnisse ist man sich bei SSAB sicher, dass sich der Werkstoff am Markt etablieren wird.

Einen positiven Einfluss auf die Marktentwicklung hat dabei das Rollumformen. Es ist ein sehr kosteneffizientes Verfahren – insbesondere dann, wenn hohe Stückzahlen gefertigt werden. Der kaltgewalzte Stahl minimiert den Produktionsausschuss, nachgelagerte Fertigungsschritte lassen sich in eine einzige Fertigungslinie integrieren.

Große Synergieeffekte in der Automobildindustrie

Beim Rollumformen wird die Fertigungslinie mit Stahlband beschickt, montagefertige Profile kommen heraus (Bild 4). Dazu enthält sie Werkzeuge zum Biegen, Bördeln, Abscheren, Lochen und Pressen. Ferner können die Profile in der Fertigungslinie geschweißt und abschließend gekrümmt werden.

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