Praxisforum 3D-Druck

Hochschule Landshut zeigt Potenzial des 3D-Drucks

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Das Potenzial der Technologie in ganz unterschiedlichen Anwendungsbereichen erläuterten zwei weitere Vorträge. Für den Nutzfahrzeugbereich mit seiner hohen Variantenvielfalt, vom Betonmischer über den Müllwagen bis zum Automobiltransporter, sieht Jochen Seifert (EDAG Engineering AG, Arbon) große Möglichkeiten für die 3D-Drucktechnologie. Dafür sei ein Philosophiewechsel, weg vom Leiterrahmen, hin zum sog. Käfigrahmen nötig.

Durch die größere Flexibilität in der Konstruktion und u.a. auch die Funktionsintegration in einem „Knotenset“ könne man z.B. Probleme bei der Achsanbindung lösen oder auf zusätzliche Abstützungskonstruktionen bei großen Gewichtsbelastungen gänzlich verzichten. Anwendungsmöglichkeiten im Elektrotechnik-Bereich, wie der Druck von Leiterbahnen auf 3D-Freiformbauteiloberflächen, stellte Thomas Rogalski (enders Ingenieure GmbH, Ergolding) vor.

Auf spritzgegossene Kunststoffbauteile werden metallische Leiterbahnen aufgebracht

Im Moded Interconnect Devices (MID, spritzgegossene Schaltungsträger) genannten Verfahren werden auf spritzgegossene Kunststoffbauteile mit speziellen Verfahren metallische Leiterbahnen aufgebracht, die als Schaltungsträger für elektronische bzw. mechatronische Baugruppen dienen. Er demonstrierte diese vielversprechende Technik an einem Quadrocopter, der gerade entwickelt wird.

Die vielen Fachfragen nach den Vorträgen sowie die lebhaften Diskussionen im Rahmen der begleitenden Fachausstellung zeigten das große Interesse des Auditoriums am Thema 3D-Druck. Die nächste Veranstaltung der Reihe wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres stattfinden. Aktuelle Informationen unter www.haw-landshut.de/3D-Druck.

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