Zerspanungswerkzeuge

Hochwertiger planfräsen mit exponentiell erhöhter Standzeit

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Flexibler durch modulare Werkzeugvariante

Zerspaner, die auf einen diversifizierten Maschinenpark setzen, wünschen sich eine gewisse Flexibilität, was den Einsatz der Werkzeuge angeht, sagt Mapal. Um diesen Wunsch zu erfüllen, stehe der Facemill-Diamond nun auch in modularer Variante mit Fräskopf zur Verfügung. Wittenauer konkretisiert: „Speziell bei Kleinserien und einem Maschinenpark mit unterschiedlichen Schnittstellen oder auch bei einer Großserienfertigung, die man auf einer Maschine einmal eingefahren hat und dann auf eine andere Maschine verlagern möchte, kann der Facemill Diamond in der modularen Variante mit Flexibilität punkten.“

Im Rahmen eines Anwenderprojekts zeigte die modulare Variante im Vergleich zum zuvor eingesetzten Wettbewerbswerkzeug Verbesserungen, die sich sowohl hinsichtlich der erzeugten Oberfläche als auch in Sachen Taktzeit äußerten, so Mapal. Die Aufsteckvariante des Facemill-Diamond fräste dabei mit einer Drehzahl von 12.000 min-1 und einem Zahnvorschub von 0,1 mm etwa 3 s schneller als der Wettbewerber. Nutzt man eine Vierfachbestückung in der Maschine, ergeben sich also 12 s Taktzeitverkürzung, rechnen die Aalener vor.

Mit einem Sonderwerkzeug mehr als 13-facher Output

Der Facemill-Diamond komme außer in den ausgeführten Standardvarianten auch als individuelle Sonderlösung zum Einsatz, betont Mapal – etwa bei der Bearbeitung eines Radträgers aus AlSi12(T4) auf einem Bearbeitungszentrum . Den Ausschlag gab, das die Verantwortlichen die Planfräsanwendung im ursprünglichen Prozess bemängelten. Mit dem zuerst eingesetzten Werkzeug sollen die aus Taktzeitgründen geforderten hohen Schnittwerte in Kombination mit dem Aufmaß zu einer prozesskritischen Gratbildung geführt haben. Konkret wurde der Span am Bauteilaustritt um 90° umgebogen und nicht geschnitten, wodurch er als sogenannte Gratfahne an der Bauteilkante stehen blieb, erklärt Mapal. Im ersten Gespräch mit Mapal haben sich mehrere Herausforderungen abgezeichnet. Wittenauer erinnert sich: „Das wärmebehandelte Bauteil neigt stark zum Schwingen und die harten Späne waschen den Grundkörper aus. Darüber hinaus sind mehrere Fräsoperationen an verschiedenen Positionen am Bauteil durchzuführen – das Aufmaß beträgt axial bis zu 7 mm und radial bis zu 3 mm.“

Die Spezialisten des Kompetenzzentrums PKD-Werkzeuge entschieden sich nach Klärung der Lage für eine kombinierte Sonderschneidengeometrie, um alle genannten Anforderungen zu erfüllen, heißt es. Bei unveränderten Schnittwerten mit 15.400 mm/min Vorschubgeschwindigkeit und einer Drehzahl von 7000 min-1 ist die Standzeit des neuen Werkzeugs exponentiell angestiegen. Genauer gesagt: statt bisher 3000 Bauteile fräst der Facemill-Diamond prozesssicher 40.000 Radträger. Heute hat der Kunde 16 Facemill-Diamond im Umlauf, wie Mapale betont, um seine Jahresproduktionsmenge von 600.000 Bauteilen zu bearbeiten.

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