Zerspanungstechnik Hoffmann Group wird Vollanbieter für Werkzeugaufnahme-Systeme
Der Werkzeuganbieter Hoffmann Group, München, offeriert jetzt die komplette Palette der ISO-normierten Werkzeugaufnahmen an und ist dafür der einzige Anbieter am Markt, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt. Die rotierenden Aufnahmen für Dreh- und Fräszentren mit den normierten Schnittstellen PSC, HSK-T und TS (KM) würden einen wesentlichen Beitrag zur Produktivitätssteigerung bei den Rüstzeiten leisten.
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Beim Einsatz herkömmlicher VDI-Werkzeugaufnahmen benötigen Anwender etwa 15 bis 20 Min., um ein Werkzeug auf der Dreh- oder Fräsmaschine auszurichten, heißt es weiter. Diese Rüstzeit wirke sich negativ auf die Maschinenlaufzeit und damit auf die Produktivität aus. Ein weiterer Nachteil der VDI-Halterungen liege in ihrer geringen Stabilität. Folge seien niedrige Werkzeugstandzeiten.
Rotierende Werkzeugaufnahmen reduzieren Rüstzeit
Die Hersteller von Werkzeugaufnahmen hätten aus diesen Gründen rotierende Halterungen entwickelt, welche diese Nachteile umgehen. Am Markt gebe es derzeit die drei Systeme PSC, HSK-T sowie TS (KM). Aufgrund ihrer weitaus größeren Stabilität lasse sich die Standzeit mit diesen Werkzeugaufnahmen um 30 bis 40% erhöhen. Zudem würden die Rüstzeiten von bisher 20 auf nur 1 Min. sinken. Anwender könnten so die Laufzeiten ihrer Maschinen um 20 bis 30% steigern.
Bis Ende 2008 waren die PSC- und KM-Systeme patentiert, seit Beginn 2009 sind jedoch alle drei Schnittstellen ISO-normiert, wie Hoffmann berichtet. Kunden hätten nun die Möglichkeit, aus einer größeren Palette von Herstellern auszuwählen und könnten sich je nach ihren Anforderungen für ein Aufnahmesystem entscheiden.
Alle drei Arten von Werkzeugaufnahmen im Angebot
Die Hoffmann Group hat nach eigenen Angaben als einziges Unternehmen alle drei Haltersysteme im Angebot. Damit seien Kunden in der Lage, ihre Maschine unabhängig auszurüsten. Zudem würden die Anwender eine herstellerunabhängige, neutrale Beratung erhalten.
Denn alle drei Systeme hätten ihre Vorteile – abhängig davon, welche Anforderungen der Kunde hat und wie er seine Maschine einsetzt. So eigne sich beispielsweise das TS (KM)-System insbesondere für die Schwerzerspanung. PSC weise die größte Positioniergenauigkeit auf, während HSK-T vor allem für Kunden geeignet sei, die bereits Maschinen mit HSK-Aufnahmen im Einsatz haben. Diese könnten dann zusätzlich zu den HSK-T Aufnahmen auf der Drehmaschine eingesetzt werden, was erhebliche wirtschaftliche Vorteile mit sich bringe.
Werkzeugaufnahme HSK-T weitet den Marktanteil aus
Zudem sei die Produktpalette im Bereich HSK-T beziehungsweise HSK derzeit am umfangreichsten und reicht bis hin zu speziellen Tool-Lagerungssystemen sowie Voreinstellgeräten. „Es zeichnet sich derzeit ab, dass sich HSK-T aufgrund seiner großen Wirtschaftlichkeit und der Durchgängigkeit des Programms am Markt eindeutig auf dem Vormarsch befindet“, sagt Bert Bleicher, Sprecher der Hoffmann Group.
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