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Hohe Energie- und Rohstoffkosten verhageln Lenze das Ergebnis

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Lenze steigert Investitionen um 40 % zur Internationalisierung

Die Steigerung der Investitionen um 40 % auf 19,4 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2011/ 2012 macht laut Lenze die Bedeutung der Internationalisierungsstrategie deutlich. In Asien entwickelten sich die Märkte nach wie vor positiv, auch wenn sich das Wachstum verlangsame. Die Lenze-Gruppe hat laut Tellbüscher auch in den Ausbau des Standorts Shanghai in China investiert, beispielsweise in den Aufbau eines Entwicklungszentrums für Elektromechanik. „Wir werden unsere Produktion in Shanghai verdoppeln“, kündigte der Lenze-Vorstandsvorsitzende zudem an.

Auch der Markt in den USA zeige eine positive Umsatzentwicklung. Im Geschäftsjahr 2011/2012

habe die Lenze-Gruppe in den Aufbau eines Logistikzentrums in Chicago investiert. Ebenso sei aktuell auch ein zufriedenstellendes Wachstum in Südamerika zu verzeichnen, wo aktuell die brasilianische Lenze-Gesellschaft in Sao Paulo zu einem Hub für Südamerika ausgebaut werde.

Auch im laufenden Geschäftsjahr erwartet Lenze noch Wachstum

Für das laufende Geschäftsjahr 2012/13 zeigte sich Tellbüscher verhalten optimistisch: „Wir erwarten ein Umsatzwachstum zwischen 2 und 5 %.“ Der Umsatz habe im ersten Quartal zwar noch über dem Vorjahresquartal gelegen, inzwischen würden sich aber die Anzeichen mehren, die auf eine Abschwächung der Konjunktur hindeuten. Gute Chancen sieht er außerhalb Europas, insbesondere in den USA und in China, während in Deutschland das Bild verhalten und Europa uneinheitlich sei. Bei den Branchen will sich Lenze nach Tellbüschers Worten stärker auf weniger volatile Abnehmerbranchen wie Lebensmittelmaschinen, Verpackungsmaschinen, Intralogistik oder Handhabung setzen.

Bei der Finanzierung zeigt sich Lenze weiterhin konservativ: Mit einem Eigenkapital von 249 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2011/12 nach 225 Mio. Euro im vorangegangenen Geschäftsjahr erreiche die Eigenkapitalquote trotz Anstiegs der Bilanzsumme um 5 Mio. Euro auf 390 Mio. Euro einen Wert von 64%. Im Geschäftsjahr 2011/12 sei ein Brutto-Cashflow vor Steuern von 49 Mio. Euro erwirtschaftet. Der operative Cashflow von 34 Mio. Euro habe sich zum Vorjahr deutlich verbessert. Nach Einschätzung des Managements verfügt die Lenze-Gruppe damit auch in herausfordernden Marktumfeldern über die notwendigen Handlungsoptionen für Investitionen und Wachstum. „Es gibt in Deutschland nicht viele Unternehmen, die eine vergleichbare finanzielle Stabilität aufweisen können“, sagte Schmidt.

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