Weniger Probleme Materialmangel verliert weitgehend an Schrecken

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Wie man aus der deutschen Industrie erfahren kann, klagen nur noch 7,5 Prozent der Unternehmen über Schwierigkeiten bei der Materialbeschaffung, so das Ifo-Institut.

Gähnend leere Regale kennzeichneten die Corona-Krise, was nicht nur für den Einzelhandel galt. Auch danach klagte die Industrie weitgehend über Probleme bei der Materialbeschaffung – bis jetzt! Denn das Ifo-Institut kann freudig verkünden, dass die Lage sich wohl entspannt ...(Bild:  Konsumchecker)
Gähnend leere Regale kennzeichneten die Corona-Krise, was nicht nur für den Einzelhandel galt. Auch danach klagte die Industrie weitgehend über Probleme bei der Materialbeschaffung – bis jetzt! Denn das Ifo-Institut kann freudig verkünden, dass die Lage sich wohl entspannt ...
(Bild: Konsumchecker)

Zuletzt klagten laut Aussage des Münchener Ifo-Instituts nur noch 7,5 Prozent der Unternehmen über Materialmangel für die Produktion. Das waren 3,7 Punkte weniger als noch im November. Die Verfügbarkeit von Vorprodukten in der Industrie hat sich offensichtlich auch insgesamt verbessert. Gleichzeitig empfehlen die Experten aber, die Lieferketten weiterhin aufmerksam zu beobachten, damit man nicht wieder in die gleiche Falle tappt, wie damals bei der Corona-Krise. Wie die oben genannten 7,5 Prozent außerdem einzuordnen seien, komme auch auf die Betrachtungsweise an. Der langjährige Durchschnitt seit 1991 liegt mit rund 15 Prozent nämlich deutlich höher, merkt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragensektion, an. Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass sich in diesem Durchschnittswert auch die Krisen der vergangenen fünf Jahre deutlich bemerkbar machen, so der Experte. In den Jahrzehnten vor Corona lag der Wert im Schnitt mit 5,2 Prozent demnach deutlich niedriger.

Erfreulich groß ist die Entspannung im Automobilbau

Außergewöhnlich gut habe sich die Situation in der Autoindustrie entwickelt, wenn es um die Materialbeschaffung geht, wie es weiter heißt. Denn in dieser wichtigen Branche fiel der Anteil der Unternehmen mit Schwierigkeiten von 27,6 im November auf aktuell nur noch 5,6 Prozent. Dabei, so glaubt man in München, macht sich wohl der entschärfte Konflikt um den für die Branche wichtigen Chiphersteller Nexperia bemerkbar. Wir erinnern uns: Nach Berichten, dass der chinesische Eigentümer technologisches Wissen und Produktionskapazitäten nach China verlagern könnte, hatte das niederländische Wirtschaftsministerium im vergangenen Herbst in die Führung des Unternehmens, das in Nimwegen seinen Standort hat, eingegriffen. China hatte daraufhin den Export von Nexperia-Chips gestoppt. Das Verbot wurde zwar inzwischen gelockert, ganz gelöst ist das Problem damit aber nicht. Mehr Klagen hört man derzeit nur von den Herstellern elektrischer Ausrüstung, so das Ifo-Institut. Denn es klagen über Materialmangel noch über zwölf Prozent, wenn es dort auch etwas besser wurde. In der chemischen Industrie und im Maschinenbau sind mit etwa sieben Prozent etwas weniger Betriebe betroffen als der Durchschnitt aufweist.

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