Expansionsphase? Kieler Experten glauben an Wirtschaftswachstum

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Die deutsche Wirtschaft wird nach der Frühjahrsprognose des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IFW) in diesem Jahr bei steigender Inflation leicht wachsen.

Das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IFW) blickt gar nicht so sehr negativ auf die kommenden Zeiten ...(Bild:  IFW)
Das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IFW) blickt gar nicht so sehr negativ auf die kommenden Zeiten ...
(Bild: IFW)

Das IFW sieht Wachstumschancen für Deutschlands Wirtschaft. Die Auftriebskräfte bleiben jedoch verhalten und werden auch noch durch den jüngsten Anstieg der Energiepreise gedämpft, wie es weiter heißt. Demnach wird das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr voraussichtlich um 0,8 Prozent zulegen. Im kommenden Jahr könne das Plus sogar 1,4 Prozent erreichen. Damit gehe die fast 4-jährige Schwächephase allmählich in eine moderate Expansionsphase über. Für Impulse sorgten vor allem die Ausgaben des Staates aufgrund der Aufrüstungsbestrebungen. Die Inflation zieht der Prognose zufolge im laufenden Jahr 2,5 Prozent an. Man hofft jetzt nur, dass die Rohstoffpreise nicht allzu stark ansteigen.

Öffentliche Haushalte bleiben defizitär

In dem für die Prognose unterstellten Szenario beläuft sich der Kaufkraftentzug für die deutsche Wirtschaft wegen verteuerter Importe für Rohöl, Mineralölerzeugnisse und Erdgas auf 0,6 Prozent (in Relation zum jährlichen Bruttoinlandsprodukt). Das bremse das Ganze aus, bedeute aber keinen Einbruch der Konjunktur. Die Kieler erwarten, dass die Arbeitslosenquote in diesem Jahr bei 6,3 Prozent bleibt und im kommenden Jahr um 0,3 Prozent sinken wird. Erwartet werden aber auch deutlich wachsende Defizite in den öffentlichen Haushalten. Der Fehlbetrag dürfte, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, nach 2,7 Prozent im Jahr 2025, auf 3,7 Prozent und 4,2 Prozent in den Jahren 2026 respektive 2027 steigen.

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