Dickes Plus winkt IG Metall berät über Tarife im Metall- und Elektrosektor

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die IG Metall präsentiert heute Mittag ihre Forderungsempfehlung für die im Herbst anstehende Tarifrunde für die 3,9 Millionen Beschäftigten in der deutschen Metall- und Elektroindustrie ...

Auf zur nächste Runde! Während die IG Metall, die heute gegen Mittag ihre neuesten Forderungen an die Metall- und Elektrobranche stellen will, für ein dickes Lohnplus plädiert, schütteln die Arbeitgeber angesichts diverser Probleme mit dem Kopf ...(Bild:  IG Metall)
Auf zur nächste Runde! Während die IG Metall, die heute gegen Mittag ihre neuesten Forderungen an die Metall- und Elektrobranche stellen will, für ein dickes Lohnplus plädiert, schütteln die Arbeitgeber angesichts diverser Probleme mit dem Kopf ...
(Bild: IG Metall)

Bevor die konkreten Forderungen offengelegt werden, wird der Gewerkschaftsvorstand unter Leitung von Christiane Benner über die Empfehlung beraten. Die Gewerkschaft dürfte angesichts der gestiegenen Verbraucherpreise ein ordentliches Plus bei den Entgelten verlangen. Die Arbeitgeber argumentieren aber dagegen, dass die angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland keine großen Lohn- und Gehaltserhöhungen zulässt. Die Arbeitgeber in Baden-Württemberg etwa fordern eine Nullrunde bei den Löhnen. Der dort zuständige Verhandlungsführer Harald Marquardt begründete diese Forderung kürzlich vor allem mit der schlechten wirtschaftlichen Lage vieler Unternehmen und mit der Gefahr, dass zentrale Industriebranchen künftig vor allem im Ausland investieren. Jedes Plus bei den Arbeitskosten, äußerte sich Marquart, bedeutet eine zusätzliche Belastung. Investitionen in die Zukunft würden erschwert, der Druck auf die Arbeitsplätze würde wachsen.

Keine Nullrunde, sonst harte Bandagen ...

Die IG-Metall-Chefin Benner weise die Forderung der baden-württembergischen Arbeitgeber nach einer Nullrunde zurück und bezeichnet das Ganze als ein Schlag ins Gesicht der Arbeitnehmer. Diese hätten während der Coronapandemie und im Rahmen de unruhigen Zeiten der Teuerungswelle enormes geleistet und gleichzeitig auf vieles verzichtet. Und dann soll jetzt eine Nullrunde auf sie zukommen. Benner findet das nach eigener Aussage als respektlos. Ihre Lohnforderungen will die IG Metall gegebenenfalls per Arbeitskampf durchsetzen. Wenn nötig, würde intensiv gestreikt. Nicht zuletzt sei man in der Tarifrunde schon auf alles vorbereitet. Deshalb drohten nicht nur Warnstreiks, sondern auch 24-Stunden-Streiks und per Urabstimmung auch unbefristete Streiks. Die Empfehlung des IG-Metall-Vorstandes sei auch noch nicht die endgültige Forderung. Diese werde in den kommenden Wochen in den regionalen Tarifkommissionen diskutiert. Anfang Juli will der IG-Metall-Vorstand dann über die endgültige bundeseinheitliche Forderung entscheiden. Die ersten Verhandlungen in den Tarifgebieten finden bis spätestens zum 16. September statt. Die Friedenspflicht endet am 28. Oktober. Warnstreiks sind also frühestens einen Tag später möglich.

(ID:50066005)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung