Skandalverdächtig! IG Metall glaubt an Einschüchterung der Kranken bei Tesla

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die Gewerkschaft IG Metall wirft der Geschäftsführung des Tesla-Werks in Grünheide vor, ihre Belegschaft einzuschüchtern, so die dpa.

Im letzten Jahr gab es bereits Trouble bei Tesla in Grünheide, weil der Krankenstand zu hoch gewesen sei. Dabei kam es auch zu schrägen Kontrollmaßnahmen bei den Betroffenen. Jetzt rührt sich wieder etwas in Sachen kranker Tesla-Mitarbeiter, das die IG Metall scharf kritisiert ...(Bild:  Tesla)
Im letzten Jahr gab es bereits Trouble bei Tesla in Grünheide, weil der Krankenstand zu hoch gewesen sei. Dabei kam es auch zu schrägen Kontrollmaßnahmen bei den Betroffenen. Jetzt rührt sich wieder etwas in Sachen kranker Tesla-Mitarbeiter, das die IG Metall scharf kritisiert ...
(Bild: Tesla)

Tesla-Gründer Elon Musk hatte bereits vor Monaten den hohen Krankenstand der Belegschaft in Grünheide kritisiert. Kranke wurden auch unvorbereitet zu Hause aufgesucht. Auch diese Maßnahme kritisierte die Gewerkschaft scharf. Nun geht es konkret um mangelhafte Anerkennung von Krankschreibungen, erklärte ein Sprecher der IG Metall. Oft, heißt es da, zweifelt Tesla in einem ersten Schritt rückwirkend Krankschreibungen von Beschäftigten an. Das Musk-Unternehmen fordere auch dazu auf, Diagnosen offenzulegen und die Ärzte von der Schweigepflicht zu entbinden. Tesla äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu den Vorwürfen. Zuvor hatte aber das Handelsblatt berichtet.

Tesla soll Lohn der Krankgeschriebenen zurückhalten

In mehreren Fällen ist laut Aussage der Gewerkschaft daraufhin der Lohn des Krankgemeldeten von Tesla einbehalten worden sein. Oft werde dann kein einziger Euro überwiesen. Häufig sei der Elektroautobauer auch auf die Beschäftigten zugegangen, und behauptete, eine Überbezahlung festgestellt zu haben, weil der Betroffene irrtümlich während der Fehlzeiten bezahlt worden sei. Diese – nach Ansicht von Tesla Schulden – würden sie dadurch los, dass sie einen Aufhebungsvertrag unterzeichnen. Die IG Metall sieht dieses Verhalten als unzulässige Einschüchterung. Die Fälle haben wohl eine Flut an Rechtsstreitigkeiten ausgelöst. Bei Tesla in Grünheide benötigten Mitglieder rund 21-mal so häufig den Rechtsschutz der Gewerkschaft als im deutschen Durchschnitt.

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